WAHLPFLICHTBEREICH
INFORMATIONSWISSENSCHAFT
 
 
 
 
Jahrgang 00/04
 
Sommersemester 2002
4. Semester
 
Prof. Dr. Rafael Capurro
Raum: 015
Zeit: Donnerstags 16.15 - 20.00 Uhr
 

Projektseminar: philosophy_light

 
TEILNEHMER
 
Leonie Dettling, Gülay Erdemligil, Martin Gronbach, Steffen Hartmann
Jan Hellberg, Marc Herb, Aris Koios, Frederike Nödinger
Sarah Preuschoff, Saskia Rottmann, Sabrina Schmid
Sebastian Schweizer, Sebastian Solte, Hartmann Steffen
Jan Stillhammer, Daniel Tran, Mathias Wahler, Sandra Zimmer


Ziel des Seminars
- Aufbau der philosophy_light Plattform im Rahmen von www.hdm-tv.de  
- Produktion von drei Folgen der philosophy_light Video-Reihe 
 
Methodik
Das Seminar besteht aus einem technischen und einem inhaltlichen Teil. Im technischen Teil werden Erfahrungen mit der Erstellung einer Video-Reihe und dem Aufbau einer Internet-Plattform gemacht. Der inhaltliche Teil zielt auf eine Einführung in die Medientheorie auf der Basis ausgewählter Klassiker der Geistesgeschichte sowie aus Medientheoretikern der Gegenwart.  
  
 
Themen und Termine
    1) 21. März: Einführung 

    :: 22.März (20.05 Uhr)  
    Eröffnung im ZKM intermedium2: multiple choices
    Eine Schau zum Thema Identität: "In elektronischen Netzwerken wird Identität zur Wahlmöglichkeit. Unsere Vorbilder kommen aus der Welt der Medien, die Identitätsmuster anbieten". Die Eröffnung im ZKM wird live übertragen im Hörfunk: Bayern2Radio, DRS2,hr2, MDR Kultur, NordwestRadio, Ö1, SWR2, WDR3) 
    Medien-Installation im ZKM: Netze (Michael Gleich und Jeffrey Shaw) 

    2) 28. März: Sokrates/Platon als Medientheoretiker    
    3) 4. April:  Sokrates/Platon als Medientheoretiker  
    4) 11. April: Kant als Medientheoretiker 
    5) 18. April: selbständiges Arbeiten  
    6) 25. April: Kant als Medientheoretiker  
    7) 2. Mai: Habermas als Medientheoretiker 

    :: iconoclash ist keine Kunstausstellung, keine Ausstellung über Wissenschaft und Kunst. Statt dessen bietet sie einen faszinierenden Überblick über Versuche, der ikonoklastischen Geste Einhalt zu gebieten und die Beweglichkeit der Bilder gegen jeden Versuch ihrer Fixierung zu retten. Eröffnung im ZKM am 3. Mai. 

    8) 16.Mai: Habermas als Medientheoretiker 
    9) 23. Mai: Sloterdijk als Medientheoretiker  
    10) 30.Mai: selbständiges Arbeiten 
    11) 6. Juni: Sloterdijk als Medientheoretiker 
    12) 13. Juni: Evaluation


    Ergebnisse und Nachwirkung

Dr. Gisela Behrmann M.A.
Didaktik der Ethik und Philosophie
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Zschokkestraße 32
 

E-Mail vom 9.10.2009

Sehr geehrter Herr Professor Capurro,

Inszenierungen der Philosophie (z.B. anhand Raffaels Athener Schule) mit Studenten (und diese wiederum mit Schülern) nachzustellen, ist ungemein reizvoll und anregend, weil das Simulieren Nachfragen, philosophy light (Ausdruck finde ich trefflich) oder gar auch Lesen erwirken kann.

Anregungen dazu gab mir Ihr Aufsatz über das Fresko Raffaels "Athener Schule". Für ein medienethisches Seminar möchte ich nun gerne die CD-Roms der Reihe "philosophy ligt" ansehen, wenn sie nicht zu teuer sind, auch privat anschaffen (unser IPHI ist bitterarm)und anfragen, ob diese noch erhältlich sind und wie sie mir zugänglich gemacht werden können.

Für Ihre Hilfe danke ich vielmals!

Mit freundlichem Gruß

Gisela Behrmann


E-Mail vom 23.11.2009

Sehr geehrter Herr Professor Capurro,

von den beiden CD-Roms, für deren Zusendung und gute Qualität ich vielmals danke, habe ich die erste, „Platon und Sokrates“ in einer Sitzung zur Erkenntnistheorie, als Einstieg in das Thema „Sprache und Bedeutung“ getestet. Dass das Gespräch spontan zum Mitgehen einlädt, liegt äusserlich sicherlich an dem Zusammenspiel der lockeren Art des Studenten und der systematisierenden Rede des Professors – die belebenden Kontexte (Ägypten) mitbeleuchtet! Inhaltlich ist die Gedankenführung gut nachvollziehbar und erwies sich auch für unser Thema ergiebig.

Wir sind wie folgt vorgegangen: Eine Studentengruppe hatte vor der Sitzung die das Gespräch leitenden Fragen sondiert, das Gespräch in Sequenzen eingeteilt und die den Zitaten oder Verweisen zugrundeliegenden Texte aufbereitet. In der Sitzung haben die Studenten dem Plenum den Dialog erst insgesamt vorgeführt und in einem spontanen Austausch mit den Teilnehmern die Leitfragen ermittelt; danach haben sie die Teilnehmer die an den Leitfragen orientierten Sequenzen arbeitsteilig bearbeiten und danach im Plenum auswerten lassen. Ich habe dabei gelegentlich die Auswertung stärker wieder auf Ihre Ausführungen zurückgebunden. Insgesamt neigten die Teilnehmer mehr dazu, die Impulse des Gesprächs auf aktuelle Probleme der Verständigung und der Kommunikation anzuwenden.

Das Gespräch und das Medium haben die Sitzung belebt und alle zur Mitarbeit eingeladen. Da dieses Seminar nur optional von Studierenden besucht wird, müssen die Beiträge nicht schriftlich nachbereitet werden. Das möchte ich im kommenden Semester in einer Pflichtveranstaltung realisieren. Ich werde also gelegentlich mal berichten, wenn Sie der Fortgang interessiert.

Vielleicht wird bis dahin ein Praktikant im Schulpraktikum wagen, das Gespräch in einer Oberstufenklasse einzubringen.

Auch das Thema „Buch und Aufklärung“ erscheint mir so interessant entfaltet, dass ich da sehr geehrter Herr Professor Capurro, von den beiden CD-Roms, für deren Zusendung und gute Qualität ich vielmals danke, habe ich die erste, „Platon und Sokrates“ in einer Sitzung zur Erkenntnistheorie, als Einstieg in das Thema „Sprache und Bedeutung“ getestet. Dass das Gespräch spontan zum Mitgehen einlädt, liegt formal sicherlich an dem Zusammenspiel der lockeren Art des Studenten und der systematisierenden Rede des Professors – die belebenden Kontexte (Ägypten) mitbeleuchtet! Inhaltlich ist die Gedankenführung gut nachvollziehbar und erwies sich auch für unser Thema ergiebig.

Wir sind wie folgt vorgegangen: Eine Studentengruppe hatte die das Gespräch leitenden Fragen sondiert, das Gespräch in Sequenzen eingeteilt und die den Zitaten oder Verweisen zugrundeliegenden Texte aufbereitet. In der Sitzung haben die Studenten dem Plenum das Gespräch erst einmal insgesamt vorgeführt, in einem ersten Gespräch die Leitfragen mit ihnen ermittelt, die an den Leitfragen orientierten Sequenzen arbeitsteilig bearbeiten und danach im Plenum auswerten lassen. Ihre Ausführungen haben die Teilnehmer spontan auch auf aktuelle Probleme der Verständigung und der Kommunikation übertragen können. Das Gespräch und das Medium haben die Sitzung belebt und alle zur Mitarbeit eingeladen. Da dieses Seminar nur optional von Studierenden besucht wird, müssen die Beiträge nicht schriftlich nachbereitet werden. Das möchte ich im kommenden Semester in einer Pflichtveranstaltung realisieren. Ich werde also gelegentlich mal berichten, wenn Sie der Fortgang interessiert.

Vielleicht wird bis dahin ein Praktikant mal im Schulpraktikum wagen, 'philosophy light' in einer Oberstufenklasse einzubringen.

Auch das Thema „Buch und Aufklärung“ erscheint mir so interessant entfaltet, dass ich das Gespräch über Kant bei einer passenden Gelegenheit einsetzen werde.

Ich möchte mich bei Ihnen, sehr geehrter Herr Professor Capurro, und bei Herrn Solti, dessen Mail-Anschrift ich nicht zur Hand habe, für das mühevolle Recherchieren und Überlassen des Ergebnisses herzlich bedanken und verbleibe mit den besten Grüßen

Ihre Gisela Behrmann


Literatur

Primärquellen 
Platon: Der Staat VII (514 ff), X  
-: Phaidros (274 ff)  
-: 7. Brief 
 
 
 
 
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