ANÉCDOTAS - ANEKDOTEN - ANECDOTES


Compensar grandes palabras con moneda chica
Große Worte mit kleiner Münze ausgleichen


Rafael Capurro

  

   


En recuerdo y agradecimiento a mi abuelo Haroldo Capurro Ruano ("Papún") alias H. Stance
por sus inolvidables anécdotas "Ni bufas ni trágicas" (Montevideo 1940)


INDEX


1. Hans-Georg Gadamer und Rudolf Fahrner
2. Burnout
3. Israel
4. China
5. Jesuitas
6. Medard Boss
7. Turkey and Iran
8. Nelson Mandela
9. Makoto Nakada
10. Christiane Floyd
11. Joseph Weizenbaum
12. Carl Friedrich von Weizsäcker y Enrique Tarigo
13.
The EGE
14. Coetzee Bester and Johannes Britz
15. Peter Weibel
16. Daniel Fonseca Piaggio y Carlos Páez Vilaró
17. Karl Rahner, Juan Carlos Scannone y Franz Jalics
18. Gianni Vattimo
19. Norbert Henrichs, Günther Bien, John Holgate und Peter Sloterdijk
20. Ética de la información en Latinoamérica
21. Gertrude Elizabeth Margaret Anscombe

See also photographs and biography

1. Hans-Georg Gadamer und Rudolf Fahrner


gadamer

Im August 1987 besuchte ich Hans-Georg Gadamer in seinem Haus in Heidelberg. Es war eine sehr herzliche und nachdenkliche Begegnung in der es vorwiegend um Hermeneutik und Informationstechnologie ging. Ich hatte ein Jahr zuvor meine "Hermeneutik der Fachinformation" bei Alber veröffentlicht. Sie wurde 1990 an der Universität Stuttgart als Habilitationsschrift mit kräftiger Unterstützung von Günther Bien angenommen. Nach einer Weile sagte er: "Haben Sie gemerkt, dass wir schon über eine Stunde miteinander reden und keiner von uns das Wort Hermeneutik gebraucht hat?"



heidelberg

gadamer


Lieber Herr Capurro
Darf ich mich für Ihre Verse auch auf
hölderlinisch bedanken.
"Lang ist die Zeit" - das gilt für die Phronesis
Und: "Kolonie liebt und tapfer Vergessen der Geist"
- das für die Verse
Ihr
HG Gadamer
26/8/87


Meine "hölderlinischen" Verse bezieht sich auf "Nah ist die heimat"
Die Zitate Hölderlins beziehen sich auf die Gedichte  "Mnemosyne" und "Brot und Wein"
Vgl. Poesía y psicoanálisis. Notas pre-analíticas sobre una elegía de Friedrich Hölderlin

Das Verständnis über das Verhältnis von Philosophie und Dichtung verdanke ich insbesondere einer langjährigen Freundschaft mit Rudolf Fahrner. Seine Schüler nannten ihn 'Effendi'. (Siehe hier)

Fahrner
Rudolf Fahrner (1903-1988)


Die Bekanntschaft mit Rudolf Fahrner kam durch die Vermittlung meiner Schwiegemutter, Luzie Fiek, die als Sekretärin am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Karlsruhe arbeitete. Fahrner war oft zu Besuch in unserer Wohnung in Linkenheim.  Ich hatte einen kleinen Kreis von an Dichtung Interessierten gebildet und wir lasen und interpretierten Gedichte.

Vgl. über Leben und Werk von Rudolf Fahner: Stefano Bianca und Bruno Pieger: Rudolf Fahrner. Ein Leben und Werk im Zeichen von Stefan George (Hildesheim, Olms Verlag. 2018)


2. Burnout


Am Vormittag des 8. April des Jahres 2005, einige Monate vor meinem sechzigsten Geburtstag, nahm ich an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Forschung an Stammzellen – Wege und Handeln in Europa“ teil. Sie fand im Rahmen eines vom Max-Delbrück Centrum für Molekulare Medizin und der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstalteten internationalen Kongresses "Biopolitik und Regenerative Medizin" in Berlin statt. Ich fuhr am Nachmittag mit dem Zug von Berlin nach Karlsruhe zurück. Ich hatte eine ziemlich schwere Tasche dabei und kam gegen 21.00 Uhr sehr müde zu Hause an. Sofort setzte ich mich an den Schreibtisch und begann fiebrig meine Mails zu bearbeiten. Nach etwa einer Stunde, fragte mich meine Frau, ob ich nicht die 22.00 Uhr Fernsehnachrichten sehen wollte. Ich setzte mich vor dem Fernsehen und hörte plötzlich mein Herz rasen: bum bum bum. Ich versuchte, mich selbst und meine Frau zu beruhigen: Das ist bloß Stress und geht sicherlich gleich vorbei. Es ging aber nicht vorbei, sondern blieb die ganze Nacht und hielt sogar mehrere Wochen an. Tag und Nacht: bum bum bum. Am nächsten Tag besuchte ich meinen Hausarzt. Er untersuchte mich, konnte aber keine Herzrhythmusstörungen oder eine sonstige Ursache feststellen und empfahl mir einen HNO-Spezialisten zu konsultieren. Dieser meinte es könnte ein Virus sein. Ich spürte starke Spannungen und Verkrampfungen an den Schultern und entschloss mich einen Orthopäden zu fragen.  Dieser sagte, die Ursache liege im Hals- und Wirbelsäulenbereich. Ich müsste mehrere Wochen eine Genickstütze tragen sowie täglich eine Massage bekommen. Diese Therapie linderte aber nicht das ständige Dröhnen. Das belastete natürlich nicht nur stark unser Privatleben, sondern auch meine Lehrtätigkeit. Ich war mitten im Sommersemester und musste mehrmals in der Woche nach Stuttgart fahren. Ich versuchte mich während der Lehrveranstaltungen abzulenken. Bald unterbrach ich aber das Semester und meldete mich krank. Ich konnte kaum schlafen und begann auch zu leiden. Auf Anraten einer Bekannten ging ich zu einem Chiropraktiker. Er stellte fest, dass mein Becken sich in einer schiefen Lage befand, was sich wiederum auf die Wirbelsäule und auf die Nackenmuskeln auswirkte. Mit einer Bewegung rückte er mein Becken zurecht und das Dröhnen hörte schlagartig auf. Ich atmete tief aus. Bald fing es aber wieder an. Meine Nackenmuskeln hatten sich völlig verhärtet und drückten auf die Arterien. Diese Verhärtung musste physiotherapeutisch behandelt werden. Vor allem aber sagte er mir eines: „Herr Capurro, Sie sind nicht krank. Sie müssen bloß Ihr Leben ändern.“ Recht hatte er.

Cf. http://www.capurro.de/paracelsus.html

English version: http://www.capurro.de/Medicine2_0.html


3. Israel

In August 1986 I flew from Frankfurt to New York to an international conference on Phenomenology and Technology that was held at the Polytechnic University, co-organized by Carl Mitcham and Wolfgang Schirmacher.

During the flight I had a nice conversation with the passenger sitting next to me. He told me he came from Israel. I said: "Oh, I would like to visit Israel but I am wating for peace since many years." He answered: "Me too!"

Cf. http://www.capurro.de/ny86.htm


4. China


In March-April 1987 I visited China invited by the China Aeronautical Establishment. I had taken care of a Chinese delegation during their visit to the Center for Nuclear Documentation (ZAED) in Karlsruhe where I was working as assistant to Dr. Werner Rittberger, the scientific director. The leader of the delegation told me: "If you want to visit China, please let me know." It happened that my wife, who was also working at ZAED, was sent to China and so I informed CAE if I could count with their personal invitation, which was the case.

I prepared a talk dealing with documentation activities in Germany that I held at CAE. I suggested to visit several universities in China, one of them being the Beijing University. I was intrigued about issues of classic Chinese philosophy particularly the concept of Wu wei. I had the opportunity to talk about it with Zen master Graf Dürckheim whom I visited in his home in the Black Forest. He told me: when you visit Beijing University ask them what does Wu wei mean. Several colleagues not only from the Philosophy Department participated at the dialogue. They told me that there were thousand interpretations of this concept. I asked for one of them. "Well," they said, "in general it means that you should not act against the laws of nature." I told them that this is an important issue being discussed in Germany particularly by the Green Party. Graf Dürckheim told me to report about this discussion back to Germany. But, hélas, he died in 1988 before I could meet him again.

cf. http://www.capurro.de/home-cn.html
https://en.wikipedia.org/wiki/Wu_wei
https://en.wikipedia.org/wiki/Karlfried_Graf_D%C3%BCrckheim


 WEST-ÖSTLICHE LÜCKEN

 
  
Erschienen in: West & Ost. Beiträge zu kulturellen und politischen Fragen der Zeit herausgegeben von Volker Friedrich (ISSN 0949-1171) Ausgabe 3 - Oktober 1995, 73-75. Liu Shiaogan ist Honorary Director des Research Centre for Chinese Philosophy and Culture der Chinese University of Hong Kong, Shatin.NT.

Liu Xiaogan

 
  
Liu Shiaogan lernte ich vor einigen Jahren an der Beijing Universität kennen. Es war die Zeit vor den Ereignissen am Platz des Himmlischen Friedens. Alle meinten, daß China sich jetzt endgültig öffnen würde und daß eine zynische Verwendung des Satzes "Tausend Blumen sollen blühen" nicht mehr möglich wäre. Wer diesen Satz nämlich früher im seligen Vertrauen auf eine Liberalisierung Chinas öffentlich geäußert hatte, hatte mit Verhaftung rechnen müssen.

Vor meiner Abreise nach China hatte ich im tief verschneiten südlichen Schwarzwald, in Rütte, den Grafen Dürckheim besucht. Von seinem vom Zen-Buddhismus inspirierten Heilmethoden, über die ich schon viel gehört hatte, wollte ich mich nun selber ein Bild machen. Am Ende dieses Besuches forderte mich Graf Dürckheim auf, mich während meiner bevorstehenden China-Reise nach dem Sinn des berühmten taoistischen Wortes wu wei zu erkundigen. Es stammt aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, und zwar aus dem Tao Te Ching von Lao tse, und wird zumeist als "nicht handeln" übersetzt.

Im März 1988 in Beijing führten mich meine Gastgeber durch das Museum für chinesische Geschichte. Dabei offenbarte sich mir zum ersten Mal in aller Deutlichkeit meine Ignoranz über die jahrtausendealte chinesische Hochkultur sowie meine westlich-zentrierte Sicht der Dinge – ein zweites Mal sollte ich dieses Erlebnis vier Jahre später in Princeton haben. An der Beijing Universität wurde ich von mehreren Kollegen, darunter einem Fachmann für Buddhismus sowie einem Fachmann für Taoismus, Professor Liu eben, empfangen. Das Gespräch, das sich vorwiegend mit philosophischen Themen befaßte, erwies sich als schwierig, da die Übersetzer nicht gewohnt waren, englische Ausdrücke auf diesem Gebiet ins Chinesische zu übersetzen. Von offizieller Seite, dem Prorektor der Universität, wurde die Bedeutung der marxistischen Dialektik für das Verstehen von Natur und Geschichte betont.

Ich versuchte diese Bedeutung zu relativieren, indem ich auf die Quellen – Hegel und die jüdisch-christliche Tradition – verwies. Demgegenüber könnte China mit seinen Denktraditionen einen produktiven Einfluß auf das westliche Denken ausüben. Ich fragte scherzhaft, ob man die große Mao-Statue vor dem Gebäude der Universität nicht ein bißchen beiseite schieben könnte, um Platz für zwei weitere Statuen, nämlich von Lao Tse und Konfuzius zu schaffen!

Das war auch der Augenblick, in dem ich die Gelegenheit wahrnahm und Herrn Liu nach dem Sinn des Ausdrucks wu wei fragte. Er sagte etwas verlegen, vermutlich nicht zuletzt aufgrund des öffentlichen und offiziellen Charakters der Unterredung, daß es dazu mehr als tausend Interpretationen gäbe. Ich bat höflich nur um eine. Da sagte er, daß wu wei nicht etwa "faules Nichtstun" oder einfach "sich passiv verhalten" bedeute, sondern gemeint sei unter anderem, daß man nichts gegen die Wege der Natur unternehmen sollte. Mir schien diese Auffassung im Einklang mit dem im Westen in Mode gekommenen ökologischen Denken zu stehen, und sagte, daß ein solcher Ansatz sich vorzüglich für ein kulturelles Zwiegespräch eignete.

Als ich mich Jahre später mit Fragen des Zusammenhangs von Technik und Lebenskunst beschäftigte, las ich in Ernst Schwarz' Einleitung zum Tao Te Ching (Laudse - Daudedsching, Leipzig: Reclam 1978, 105), daß wu wei (oder wu we) die Wirkungsweise des Weisen ist, im Gegensatz zu yo we, der Wirkungsweise des Herren. Der Weise handelt nicht gegen das Wesen der Dinge. Der Herr dagegen verstößt gegen die Naturgesetze, indem er zuviel tut. Politisch bedeutet dieses "viel tun" soviel wie Krieg oder Knechtung des Volkes. In seinem Beitrag über Taoismus in Arvind Sharam (ed.): "Our Religions" (HarperCollins 1993) fand ich später diese Ansicht durch Herrn Liu bekräftigt und vertieft, indem er betonte, daß wu wei mehrere Stufen der Einschränkung menschlichen Handelns umfaßt, darunter zum Beispiel: so wenig wie möglich handeln, spontan handeln, warten auf die spontan ihrer Natur entsprechend sich ergebenden Veränderungen der Dinge... Ins Politische übersetzt bedeutet dies, daß die scheinbar ohnmächtige Masse des Volkes aus einer wu-wei-Opposition stark werden kann. Liu Shiaogan mußte diese Einsicht auf die Probe stellen. Nach den "Studentenunruhen", also nach den friedlichen wu wei-Demonstrationen – die mit gutem Grund von den Machthabern im wahrsten Sinne des Wortes als todernst empfunden wurden und denen  mit "viel-tun"-Handeln begegnet wurde – mußten er, seine Frau und sein Sohn China verlassen. Sie gingen in die USA, zuletzt nach Princeton, wo ich ihn vier Jahre später [1992] wieder treffen sollte.

Ich fuhr eines Morgens mit dem Zug von New Brunswick, wo ich an der Rutgers Universität einen Vortrag gehalten hatte, nach Princeton, wo ich mich mit Liu Shiaogan verabredet hatte. Es war Oktober. Princeton war ein Farbenmärchen. Nicht nur der Campus der Universität mit ihren an Oxford und Cambridge erinnernden Gebäuden, sondern auch das ganze Städtchen mit seinen prächtigen Alleen war in den schönsten Braun-Rot-Gold-Tönen gekleidet. Herr Liu empfing mich mit der gelösten Freundlichkeit, die ich nicht nur von dem Besuch in Beijing her, sondern auch aus unseren darauffolgenden Briefen kannte, und lud mich zum Mittagessen im nahegelegenen chinesischen Restaurant ein. Anschließend liefen wir zum Campus, und er zeigte mir unter anderem das Gebäude, wo Einstein gelehrt hatte.

Nicht weit davon entfernt befand sich ein Museum mit wertvollen Sammlungen westlicher und östlicher Kunst. Wir betrachteten zuerst die Gemäldegalerie und gingen dann in die Abteilung für griechische Kunst. Als wir vor einigen großen Vasen mit mythologischen Darstellungen standen, war mein Staunen groß, als ich ihm erklären mußte, wer Zeus und Aphrodite und Bacchus und Odysseus waren.

Kurz danach liefen wir eine Etage tiefer und standen dort vor wunderschönen Zeugnissen altchinesischer Kunst. Und plötzlich begriff ich, zum zweiten Mal, wie tief mein eurozentrisches Vorurteil sitzt. Ich bat Herrn Liu, mir einige der ausgestellten Gedichte zu übersetzen. Sie standen Pindar, Sappho oder Alkaios in nichts nach. Aufgrund meiner knappen Kenntnisse über chinesische Kulturgeschichte konnte ich auch die anderen Exponate nur bruchstückhaft verstehen. Als wir hinausgingen, lachten wir über unsere "west-östlichen Lücken".


FIRST INTERNATIONAL CONFERENCE ON CHINA'S INFORMATION ETHICS


organized by the Renmin University of China, School of Philosophy (Prof. Li Maosen) and the International Center for Information Ethics
Beijing, P.R. China
October 28-29, 2010


Renmin University of China


China 2010


China Infoethics 2010

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KEYNOTE: The Dao of the Information Society in China and the Task of Intercultural Information Ethics  (PowerPoint)
Chinese translation of the whole paper by Junlan Liang (Chinese Academy of Social Sciences).

It was a very successful conference thanks to the commitment of Prof. LI Maosen and his team.

Some 60 participants, professors and students, from different Chinese universities and institutions attended the conference as well non-chinese participants:
Prof. Göran Collste and his wife Kristina (Linköping University, Sweden),
Prof. Makoto Nakada (University of Tsukuba, Japan)
PhD. Cand. Suyin Yang (University of Tsukuba, Japan),
Prof. John Weckert (Canberra, Australia),
Dr. Monica Taylor (UK, Asia Pacific Network for Moral Education),
UNESCO Office Beijing (Ms. M. Doumy, Mr. L. Tabing, MsG. Zeng).

The conference was supported by the Chinese Ministry of Education.

Speeches at the opening ceremony by
Prof. XU Weicheng (Editor in Chief, Chinese Encycl. Publ. House),
Prof. XUE Huanbai (Vice-President of Renmin University),
Prof. WAN Junren (Dean of Humanities School, Tsinghua University),
and myself (on behalf of the ICIE).


Keynotes from
Prof. Makoto Nakada (University of Tsukuba, Japan)
Prof. LU Yaohuai (Suzhou Science and Technology Institute),
Prof. XU Zuzhe (Beijing Information Industry Association)
and myself.

Four group meetings with short presentations and open discussions dealing with:
  • freedom of expression on the internet
  • e-democracy and e-participation
  • data protection and privacy
  • Chinese culture and values
  • vues of better life
  • environmental issues
  • knowledge sharing on the internet
  • moral education
  • philosophical foundations of information ethics.
There was a lively interest on Western views of information ethics no less than on Western liberal traditions of political thought.

The proceedings were distributed at the beginning of the conference and will be available on the internet. These are the authors and titles of the papers:

1. Rafael Capurro (International Center for Information Ethics): The Dao of the Information Society in China and the Task of Intercultural Information Ethics.

2. NN: Personal Health Monitoring Ethics.

3. Makoto Nakada (University of Tsukuba, Japan): Ba, roboethics and information ethics - blogs, privacy, robots in Japanese Ba or Seken which reflects traditional Asian culture(s) and ontological views in this world.

4.Gong Qun (Center for Ethics and Moral Reconstruction, School of Philosophy, Renmin University): Philosophical Reflection as to the Ethic of Network Information.

5. Chang Jinfang (School of Philosophy, Renmin University): From "the private" to "the citizen": The public trend of the subject of cyberspace.

6. Han Dongping, Zhu Jia (Department of Philosophy of Huzhong University of Science and Technology, Wuhan, Hubei): Cyberspace: anonymity or real name?

7. Huang donggui, Huang Hailian, Yang Ting (Political College of the Guangxi University, Nanning, Guangxi): Ethical thinking of network "human-powered search" phenomenon.

8. Huang Yue, Xin Yan (Guangxi Economic Management Cadre College): The concepts and methocs of innovative colleges in ideological and moral education in the field of internet vision - based on the survey on the university students' network life in Guangxi Economic Management Cadre College.

9.Shi Quipei, Liu Dongjing (Legal science and economy institute of Xinjiang Normal University): Studies on the network ethics caused by "manpower search".

10. Nie Jingang (School of Philosophy, Renmin University of China): Ethical Reflections on Citizen's Political Participation

11. Li Zhi-qiang, Liu Zhi-ping (The Research Institute for Intellectual Culture and Social Development, North China University of Technology, Beijing): An Analysis on the Research Situation and Prospect of Information Ethics Education in China.

12. Lü Yaohuai (Public Administration College, Suzhou Science and Technology Institute, Suzhou): On Information Ethics.

13. Zhang Yimu (School of Philosophy, Renmin University): On Ethical Intervention in Information Society.

14. Li Rui (Library of Beijing Forestry University): Ouline of the hot spot information ethics research.

15. Fan Hao: The World of Ethics under Electronic "Mode of Information".

16. Tian Wen-li, Li Ying-chao (School of Humanities and Law, Hebei University of Technology, Tianjin): Research on the Legalization Path of Information Ethics.

17. Zeng Yun-ying (Guanxi Normal University, Guilin): An Analysis on the Practical Effect and Equilibrium Stability of College Students's Shame Sense Education.

18. Li Maosen (School of Philosophy, Renmin University): Why do we accept international rules?

19. Nie Jinggang (School of Philosophy, Renmin University): Ethical Reflections on Citizen's Online Political Participation.

20. Wang Le (School of Philosophy, Renmin University): Doctrine of the mean -- Information Ethics should have this meaning.

21. Tian Wenli, Liu Fan (Hebei Technology University, Tianjin): The information of the universe noumenon and its ethics exploration - an ethical unscrambling of the information in the Bible.

22. Liu Guichang (Marxism School of the Zhe Jiang Sic-Tec University): Chinese traditional "Tsun Zi" and modern network ethics.

23. Zhu Xiaolin, Wang Gouyu (Humanity School of Da Lian Sci-Tec University): The Freedom and Privacy Issues in Ubiquitous Computing.

24. YANG, Suyin and NAKADA, Makoto (University of Tsukuba, Japan): Privacy in the Information Society. A Study on the Recognition of Privacy of the Internet Users in China.


There was a lot of time for personal conversations and everybody enjoyed the wonderful Chinese meals.

The Chinese Academy of Social Sciences (CASS) will create a network and an internet platform of Information Ethics in China
See Prof.
 
刘 钢 Liu Gang


5. Jesuitas

A fines de 1962, con 17 años, entré a la orden de los Jesuitas en el noviciado de Punta Rieles, que en 1968 fue adquirido por el Ministerio del Interior y utilizado como reclusión de detenidos (1968-1973) y como reclusión de presas políticas durante la dictadura para convertirse en un centro penitenciario desde 2010 (ver aquí).

Punta Rieles

Fueron dos años intensos de probación. El padre maestro, José Ignacio Laporta, recogió en Montevideo a una familia en situación de calle para la que los novicios, unos diez, construimos una casa en Punta de Rieles. Terminado el noviciado un avión de la fuerza aérea, si bien recuerdo, con una tortuga pintada en la frente, nos trasladó a Santiago de Chile. Recuerdo que al atravesar los Andes teníamos que usar máscaras y el avión, que no podía volar por encima de los picos, lo hacía en zigzag. Los jesuitas tenían el Juniorado en Padre Hurtado para estudios humanísticos a donde venían también estudiantes de otros países latinoamericanos. Cito mis recuerdos, y algunas anécdotas, en inglés accesibles aquí. Ver también aquí. El texto autobiográfico está escrito en la tercera persona (heterobiografía).

Juvenate (1965-1966)

Padre Hurtado Chile


The juvenate was a time of humanistic studies such as Greek, Latin, History of Art, Rhetoric, European and Latin American Literature, Biblical Theology, French, methodology of literary interpretation, Greek Tragedy and Anthropology.

RENATO HASCHE
Santiago de Chile 1927 - Punta de Tralca 2003


hasche

Renato Hasche was his Spiritual in Colegio Loyola (Padre Hurtado, Chile) (1965-1966). Professor of History of Art.

Rafael wrote essays on Sophokles' Oedipus Rex, the development of the Romanic and Gothic columns, and on Julien Green Le visionnaire. Together with a mate from Argentina and a group of students they spent some days in the Andes, admired the flight of a condor and ate ice with condensed milk. The first night was very cold and the Chilean students protected freezing Rafael with newspaper until he got a poncho from a farmer near the camp for the next nights. The Jesuits had a wonderful holiday house in the Rancagua province, south of Santiago, called La Leonera, now a hotel, the chapel being the living room. To the experiences in the juvenate belonged a real earthquake, as well as one caused by the Chileans joking in the night moving the thin wood divisions of the sleeping rooms of Uruguayans and Argentinians. Panic was the result in both cases.

The juniores built during the weekends small wood houses in the camps with extreme poverty (poblaciones callampas) under the leadership of a father from The Netherlands who managed to get financial support from his country of origin. Rafael's mates from the Andean countries such as Bolivia or Perú, asked often why do they have to learn classic Greek as they were supposed to announce the Gospel in Quechua and Aymará. The classes on Greek Tragedy included a theatrical representation of Sophocles' Antigone in which Rafael played the chorus leader greeting the rising sun. The juniores went often to the cinema and to the theatre. Unforgettable: Ingmar Bergman The Seventh Seal (1957), Nikos Kazantzakis Zorba the Greek (1964), Eugène Ionesco La Cantatrice Chauve (1950), Samuel Becket Waiting for Godot (1953), Federico Fellini Giulietta degli spiriti (1965), Robert Bresson Au Hasard Balthasar (1966), Carol Reed The Third Man (1949/50), Federico Fellini La dolce Vita (1960). Highlights in literature were, among many others, Fjodor Dostoevsky, Albert Camus and Antoine de Saint-Exupéry. The star among the theologians was Pierre Teilhard de Chardin.

In the Juvenate there was a, for that time, high tech music room where the juniores could enjoy Bach Cantatas and classic music. Some juniores played popular drum music from their Latin American countries. The Argentine composer Ariel Ramírez created the Misa Criolla (1964) that was often played in Padre Hurtado. The inspiration came to Ramírez during a stage in Würzburg in the early fifties at the Mariannhill Missionaries, a monks institute, originated from Mariannhill, a suburb near Pinetown in KwaZulu Natal (South Africa).  Two sisters, Elisabeth and Regina Brückner who worked at the institute in Würzburg, told him that the big house in front of the monastery had been a nazi concentration camp and that they had risked their lives bringing the prisoners something to eat. Some years later Ramírez composed the Misa Criolla and dedicated it to them. During this time the rector allowed the juniores not to use the cassock. They handed it out to him in a funny ceremony.

A priest from The Netherlands taught them yoga. Rafael practiced it all his life. After hearing a talk by a member of the French congregation Petits Frères de Jésus, created in 1933 inspired by Charles de Foucault (1858-1916), Rafael asked for permission to join them for some weeks working in a wood manufacture plant near Santiago. The worker-priests movement was a matter of debate in the Catholic church and closely related to the Theology and Philosophy of Liberation that was in statu nascendi. A highlight of the humanistic studies in Chile were the courses on Greek Art based on a wonderful collection of slides and art books published by Editions d'Art Albert Skira. No wonder that some ten years later, having left the Jesuits in 1971, Rafael spent his first long vacations in Greece after moving to Germany in 1972. It was, of course, a Wiedersehen.


Anécdotas posteriores

Muchos años más tarde, en enero de 2005, tuve la oportunidad de volver a Chile como miembro del European Group on Ethics in Science and New Technologies (EGE) de la Comisión Europea. El Grupo había trabajado sobre el tema "Aspectos éticos de los implantes TICs en el cuerpo humano" siendo el Prof. Stefano Rodotà (Italia) y yo los rapporteurs (ver aquí). Mi colega, el profesor Pere Puigdomenèch Rossell, director del Institut de Biologia Molecular de Barcelona, fue invitado a dar una conferencia en el marco del International Workshop on Bioethics and Society organizado por la Universidad de Talca y yo a hablar sobre la Opinión de la EGE.

Pere

Le sugerí a Pere hacer una visita a La Leonera recordando tiempos pasados. Cual fue mi sorpresa al encontrar que la casa de vacaciones de los jesuitas era ahora un hotel de lujo!

Tuvimos también la oportunidad de pasar unos días en el maravilloso desierto de Atacama.

Atacama 2


Salimos muy de madrugada del hotel en San Pedro de Atacama y cuando llegamos a los géisers tuvimos la impresión de estar en algún lugar del infierno dantesco el cual se transformó en paraíso cuando salió el sol.

Atacama 1


Cito, también en inglés, mis recuerdos de los estudios de filosofía en el Colegio Máximo (San Miguel, Buenos Aires) en 1968-1970.

Philosophy (1968-1970)

colegio maximo

Colegio Máximo

It was a time of critical reflection dealing with untenable situations of social injustice all over Latin America and beyond. The Jesuits created centres of research and social action (Centro de Investigación y Acción Social, CIAS) whose members had a strong impact on the young generation. It was shortly after the Cuban revolution (1953-1959) with leading political figures such as Fidel Castro and Ernesto "Che" Guevara. The debate between Marxism and Christianity belonged to the core theoretical and practical issues among the students of philosophy and theology in El Máximo. What was taught at the Faculty of Philosophy in 1968-1970.

First year: Introduction to Philosophy, Logic, History of Ancient Philosophy, Psychology, Biophilosophy.
Second year: Lectures: History of Medieval Philosophy, Ethics, Epistemology, Metaphysics, Psychology. History of Modern Philosophy, History of Contemporary Philosophy, Social Ethics, Philosophical Anthropology, Philosophical Theology, Cosmology, Universa Philosophia. Seminars: Atheism, God in Heidegger's Thinking.
Third year: Philosophical Problems (paper), Problems of the History of Philosophy (paper), Interpretations of philosophical texts (paper), Scientific problems related with Philosophy (paper). Thesis (Licenciate).
Examination (Universa Philosophia): average score 9 (of 10).

Rafael played Basque Pelota that he knew from the time in El Rincón. This sport helped him in time of existential crisis.

Rafael's academic mentor during these three years was Juan Carlos Scannone SJ (1931-2019)

Scannone

who made his PhD in Philosophy in Munich with a thesis on the French philosopher Maurice Blondel (1861-1949) under the guidance of Max Müller. The thesis was published with the title: "Being and Incarnation. On the Ontological Background of the Early Works of Maurice Blondel" (1968). Following these paths of thought, Rafael's master thesis (licenciatura) dealt with the meaning of practice in Blondel's "L'Action". His seminar papers focused on Marx criticism of Hegel's Philosophy of Right, truth as value in Augustine, the hermeneutic question of the criterion of meaning of language, and the evolution of the concept of mystery in Paulus. He wrote book reviews for the journal Stromata, edited by the Jesuits, and was assistant to lecturers on anthropology and epistemology. The philosophy of liberation (filosofía de la liberación) was emerging. Scannone together with Enrique Dussel (1934-) and other public intellectuals organized seminars and conferences dealing with it. Both thinkers were influenced by Husserl and Heidegger as well as by Emmanuel Lévinas' "Totalité et infini" (1961).

After former president Juan Domingo Perón (1895-1974) came back from exile to Argentina in 1973 and died in 1974 the forces of repression came to power. Some of Rafael's mates and teachers were kidnapped and/or assassinated. Among them Franz Jalics SJ (1927-2021) who was his director espiritual and helped him to make the leap to leave the Jesuits in 1971.

jalics

Jalics, a professor of Fundamental Theology, left in 1974 Colegio Máximo together with his mate Orlando Yorio SJ (1932-2000) in order to share the life of the poor in the villa miseria (slums) Bajo Flores in Buenos Aires. It was said that they collaborated with the guerrillas. They were kidnapped by the military in May 23, 1976. They asked Jorge Mario Bergoglio, the Provincial of the Jesuits in Argentina, to intervene but they did not accept Bergoglio's decision telling them to come back to Colegio Máximo. Both were set free in October 23, 1976. Jalics, who lived since 1978 in Germany, died in February 13, 2021 in Budapest where he was born. Rafael met Jalics in Germany. Jorge Mario Bergoglio, since 2013 Pope Francis, was a theology student at the time Rafael was studying philosophy. Jalics and Yorio were among his professors. He was 33 years old as he was ordained a priest in 1969.

As Rafael left the Jesuits he had started a formal procedure to write a PhD under the guidance of Scannone on the concept of time in Hegel and Heidegger. But, hélas, it happened to be a doctoral thesis at Düsseldorf University in 1978 on the concept of information (Spanish translation published in 2022). Rafael and Scannone met several times in Germany. He wrote an article on Scannone, an acknowledgement for all what he had learned from him,  published in "Philosophie der Gegenwart in Einzeldarstellungen" ("Philosophy in the Present Time. A Selection") edited by Julian Nida-Rümelin and Elif Ösmen (Stuttgart: Kröner 1991, 2007).

6. Medard Boss

Boss

Ich besuchte zweimal den Schweizer Psychiater Medard Boss (1903-1990) in seinem Haus in Zürich. Boss hat die Heideggersche Daseinsanalyse für die Psychiatrie nutzbar gemacht. Über sein Buch, "Grundriss der Medizin und der Psychologie" (Stuttgart/Wien 1971, 1975 ff) schreibt er:

"Das meiste aber verdankt dieser Versuch eines Grundrisses der Medizin dem Philosophen Martin Heidegger. Hier finden die ungezählten Gespräche ihren Niederschlag, die dem Verfasser eine weit über zwanzigjährige Freundschaft mit diesem Denker schenkten. (...) Vor allem jedoch wurde das vorliegende Buch selbst seine ganze Werdezeit über von der unermüdlichen Aufmerksamkeit Martin Heideggers begleitet. Keinem Abschnitt, der eine "philosophische" Aussagge enthält, versagte er seine wiederholte Kritik." (Boss, a.a.O. 9).

Das Buch von Medard Boss diente mir als Grundlage meiner Habilitationschrift "Hermeneutik der Fachinformation" in der auch die Gespräche mit Boss Eingang gefunden haben (Vgl. hier). Bei der ersten Begegnung sagte ich ihm: "Nachdem ich Ihr Buch gelesen habe, glaube ich nicht mehr an das Unbewußtsein." Er antwortete: "Da haben Sie aber viel verstanden!". Gemeint war Boss' Kritik an die Vorstellung einer "Psyche-Kapsel" getrennt von der "Außenwelt" anstelle von der raum-zeitlichen dreifältigen Erstreckung der Existenz mit deren Offenheit und Verborgenheit. Er sagte auch: "Sehen Sie diesen Tisch zwischen uns? Er ist zu groß für unsere Köpfe. Lassen Sie ihn draußen stehen, wo er sich als der Tisch zeigt, dass er ist." Beim Abschied erwähnte ich die öffentliche Kritik an Heideggers politisches Engagement. Er sagte: "Es gibt nichts Schlimmes was schon nicht über Heidegger gesagt worden wäre."


7. Turkey and Iran

In September 3-5, 2014 I was invited to give a keynote at the International Symposium on Philosophy of Library and Information Science: Ethics: Theory and Practice that took place at Kastamonu University. A colleague picked me up in his private car at Istanbul Airport and took me to the some 500 km located old city of Kastamonu through wonderful North Anatolia. The title of my contribution was "Shapes of Freedom in the Digital Age". It was later on translated into Spanish and Portuguese. I formulated my core message in the conclusion:
"Information and communication commercial and state monopolists exert a sometimes hidden sometimes explicit control on individuals by bypassing not only their privacy, i.e., their free decision about concealing and revealing who they are, but also legal and political agreements at national and international level. By doing so they undermine the foundation upon which they are built, namely trust among free players sharing a common world. The Declaration of Principles proclaimed in December 2003 at the World Summit on the Information Society was a good but weak start compared with today’s urgency of an International Charta of Digital Rights establishing global rules of fair play for shapes of freedom in the digital age."
In personal exchanges with Turkish colleagues they told me about their hopes and fears concerning the future of freedom in their country.

A few weeks later, namely in September 29, I presented this talk invited by Tehran University through the mediation of Mahmood Khosrowjerdi, editor-in-chief of the Infopreneurship Journal. My Tehran colleagues asked me to change slightly the title into "Shapes of Human Interplay in the Digital Age" because the word freedom is problematic when the title (!) of the talk is publicly announced.

Tehran Univ.


Meeting with members of the Faculty of Information Sciences and Knowledge Studies, University of Tehran, September 28, 2014
From left to right: Mr. Mohammad Khani, Dr. Eskandari, Rafael Capurro,
 Dr. Nader Naghshineh, Dr. Fatemeh Fahimnia, Mr. Mahmood Khosrowjerdi

I also held a talk in October 1 on "Intercultural Information Ethics" (http://www.capurro.de/shiraz_iie.ppt) at the Islamic World Science Citation Index located in the city of Shiraz by invitation of Prof. Jafar Mehrad, President of the Regional Information Center for Science and Technology. One participant asked me if I think that cultures are incommensurable. I was astonished by the knowledge of the participant particularly since Thomas. S. Kuhn "The Structure of Scientific Revolutions" (1962) and the connection he made with intercultural issues in Information Ethics. I suggested Prof. Mehrad to organize an Islamic conference on Information Ethics.

usc 2914

Islamic World Science Citation Center (Shiraz, Iran)
Prof. Jafar Mehrad and Rafael Capurro
September 30, 2014

isc 2014

Islamic World Science Citation Center (Shiraz, Iran)
October 1, 2014

See my Persian hompage.



The idea to this homage arose during the International Policy Dialogue on IFAP (Information for all Programme) Priority Areas focused on BRICS organized by UNESCO and the Department of Information Science, African Centre of Excellence for Information Ethics (ACEIE) at University of Pretoria in collaboration with BRICS representatives, UNESCO and IFAP held in Cape Town on July 4-6, 2018.

unescoifap

During the meeting a speech by Frederik Willem de Klerk as well as a visit to Robben Island took place. In the aftermath both events made evident to me that particularly Nelson Mandela's autobiography Long Walk to Freedom not only recapitulates his life and his struggle for freedom in South Africa but also the common political will of both leaders to overcome apartheid. It also became evident to me that Mandela addresses key issues of information ethics and particularly of IFAP topics, namely: information for development, information literacy, information preservation, information accessibility, and multilingualism. Mandela's experience of writing and smuggling his text, chapter 78 of the autobiography, is an example on how freedom of speech can be defended in "heterotopian spaces" (M. Foucault) such a jail. Multilingualism from an ethics-political perspective is a key issue not only at a global level, but also in many countries and regions, also within the context of digital technology.

The singularity of the South African history and Mandela's Long Walk to Freedom is not incompatible with situations in other societies but can be reflected in order to give some orientation when dealing with 'language struggles'  that are at the same time political, economic and, last but not least, cultural. This is why I think that UNESCO/IFAP (and BRICS) are indeed an excellent framework for dealing with these issues from the unique UNESCO/IFAP perspective.

When going through the diversity of situations and topics that Mandela's biography makes manifest the question arises about the 'red thread' that gives a unity to Mandela's life and to his reflection thereupon. This 'red thread' consists in making manifest issues of (in-) human information and communication addressed by him before, during and after the time of his imprisonment dealing with the history his country and continent as a struggle against what can be called information and communication apartheid.

The issue of apartheid goes beyond not only of African countries but also of Mandela's lifetime as he himself is aware of. But on reflecting upon the historical situation of apartheid in South Africa he gives a potential universal perspective a concrete and unique historical and cultural background. This enables him and his political counterpart, Frederik Willem de Klerk, to open a new humane foundation for South Africa beyond Apartheid. What makes these two political leaders unique is their will to reconciliation. This common will made possible the creation of an information and communication free society in South Africa, based on mutual respect and equality before the law.

Mandela's life and work show the dark side of a society in which information and communication are subject to oppression and exclusion that turns to be inhumane, that is to say, morally and politically unsustainable. What is morally evil can be understood as the will to achieve something that implies lastly the annihilation of this will. Mandela's reflections upon these issues are also an outstanding contribution to Africa's cultural memory.

See my contribution to the Mandela Reader on Information Ethics: Nelson Mandela as Information Ethicist


9. Makoto Nakada

Nakada_Capurro 2007

Makoto Nakada and Rafael Capurro

The following is an excerpt from a dialogue between Makoto Nakada (Professor, Chair at Doctoral Program in International and Advanced Japanese Studies, Director of the Research Group on the Information Society, ReGIS, University of Tsukuba, Japan) and myself. It was published in Rafael Capurro & John Holgate (eds.): Messages and Messengers Angeletics as an Approach to the Phenomenology of Communication. Munich: Fink Verlag 2011, pp. 67-84. See the whole dialogue at: http://www.capurro.de/intercultural_angeletics.html.
I quoted the anecdotes from "Genji monogatari" in a recent online lecture dealing with "Global Information Ethics in the First Quarter of the 21st Century" to the meeting of The Society of Socio-Informatics (July 8, 2023). See also my Japanese website.


RC 
I think that we in the West can and should learn a lot from your angeletic experiences with robots and particularly from the underlying ontological Japanese perspective that does not give to the human being such a predominance as in the West, separating from the world as an autonomous subject. A de-centred human subject that, strictly speaking is no longer (an underlying) subject, but understands him/herself as being-out-there-in-the-world as messenger for Being’s sendings in the sense I tried to explain, might be more flexible in his/her interchange with other non-human agents such as robots, being able to translate, if I may say so, the world-less phatic utterances of robots as something that mimic ontically the ontological experience of loneliness and finitude. By the way, in Plato's dialogues, Socrates’ interlocutors often answer with phatic utterances such as: ‘I see,’ ‘I follow you,’ ‘certainly,’ ‘of course’, etc. that allow the dialogue to continue or, better, that allow Socrates to pass on ‘his’ ideas that are supposed to lead to an existential self-questioning on the part of the partner and not to an indoctrination by Socrates’ message. From this perspective, Socrates is not a sender but a messenger of ideas that come to him from beyond. As soon as such ideas are considered as one’s own they turn into an opinion (doxa) and become the object of endless discussions. The Socratic dialogue is a place or Ba where language (logos) passes through (dia) the participants’ shared being-in-the-world. This is also Lacan’s interpretation of Plato’s Symposium in his seminar on transference, where he compares the psychoanalyst’s task with the Socratic erotic method of letting love messages to pass on (Lacan 1991).

Let us take an example from your tradition such as The Tale of Genji or Genji monogatari by Murasaki Shikibu.

In the middle of the tale we read about Princess Asagao, daughter of Prince Momozono, brother of the Emperor, who has been courted in vain by Prince Genji, her cousin, from his seventeenth year onward. Genji is now thirty-three years old. Lady Fujitsubo, the Emperor’s consort, loved by Genji, and Asagao’s father have both died. In Chapter 20 Murasaki Shikibu tells the story of the problematic relationship between Genji and Asagao. At the beginning of Chapter 21 she writes:

From Genji came a note in which he said: “Does it not give you a strange feeling to witness a Day of Cleansing in which you take no part?” And remembering that she was still in mourning for her father, he added the poem: “Little thought I that, like a wave in the swirl of the flood, you would come back so soon, a dark-robed mourner swept along time’s hurrying stream.” It was written on purple paper in a bold script, and a spray of wisteria was attached to it. Moved by all that was going on around her she replied: “It seems but yesterday that I first wore my somber dress; but now the pool of days has grown into a flood wherein I soon shall wash my grief away.” The poem was sent without explanation or comment and constituted, indeed, a meager reply; but, as usual, he found himself constantly holding it in front of him [self] and gazing at it as though it had been much more than a few poor lines of verse. When the end of the mourning actually came, the lady who acted as messenger and intermediary in general was overwhelmed by the number of packages from the Nijo-in [Genji’s palace] which now began to arrive. Lady Asagao expressed great displeasure at this lavishness and, if the presents had been accompanied by letters or poems of at all a familiar or impertinent kind, she would at once have put a stop to these attentions. But for a year past there had been nothing in his conduct to complain of. From time to time he came to the house and enquired after her, but always quite openly. His letters were frequent and affectionate, but he took no liberties, and what nowadays troubled her chiefly was the difficulty of inventing anything to say in reply. (Murasaki Shikibu 2010, 398-399)

Genji’s letter is written in prose and a direct style while the poem that usually accompanies a letter is full of indirect messages including the purple paper on which it is written, the bold script, a spray of wisteria and, of course, the poem itself. Cultures in the “Far East” as well as in the “Far West” – using the terminology of the French sinologist François Jullien (Jullien 2003) – differ on the issue of direct and indirect style (Capurro 2011).

Princess Asagao is in trouble. Should she answer or not? Should she continue a formal and, at least for her, meaningless phatic communication? She writes a “meager reply” that is brought to Genji by a messenger, a lady, without “any explanation or comment”. Genji “as usual” does not know what to think about it and holds  the message “constantly ... in front of him [self] and gazing at it as though it had been more than a few poor lines of verse.” Later on, Genji sends a lot of gifts including letters and poems but he must be careful of “taking no liberties”, otherwise she would stop the communication. Both Asagao and Genji express through messages and messengers different kinds of loneliness and other forms of emotional perception of the Ba of their time. But, of course, it is Murasaki Shikibu herself who gives such an answer by writing this story.

Of course, an in-depth interpretation of this and many other examples in this wonderful tale presupposes an analysis of the structure or Ba of Japanese society during the Heian period (794-1192), particularly of the mores and values governing communication with regard to gender roles, possibilities of transgressing such mores and roles, the role of messengers, the different kinds of messages, including their materiality and calligraphy. Some of the moral dilemmas arising from such mores and values are made explicit by Murasaki Shikibu, such as Asagao’s doubts about continuing the communication and Genji’s concern about not transgressing certain limits when sending her gifts and messages. The historian of the Heian period, George Sansom, calls such mores “rules of taste” (Sansom 1958).

This connection between ethics and aesthetics seems to be characteristic of Japanese culture to the present day. With regard to the The Tale of Genji Sansom writes:

The irresistible amorist is a pessimist at heart, weighed down by a sense of misfortune, by the weight of an unhappy karma. At the age of thirty we find him haunted by the impermanence of worldly things, and on the point of embracing a monastic life. […]. Throughout the story, even in its saddest episodes, there runs a thread of delight in beauty. All the love talk is interspersed with enjoyment of colour, shape, and perfume, and a continual exchange of poetic messages. Calligraphy plays almost as great a part as the tones of a lover’s voice in arousing tender emotion. […] In this world of the senses, the words for good and beautiful are almost interchangeable. (Sansom 1958, 186-191)

In other words, The Tale of Genji is an example of how messages coming from both humans and nature were passed on through messengers. And, more radically, how Japanese Ba during the Heian period was experienced as such a place where messages pass through. In this sense, we can say that the Here of Being or the structure of a culture is at best understood if it is conceived and lived as a place where messages pass through instead of being blocked. This is one of the lessons of Chinese Taoism. (Jullien 2005) As you know, Japanese society during the Heian period was profoundly influenced by China.

MN According to the anthropologist, Masao Yamaguchi, Genji lives on two levels in this world. One is the level of fixed moral rules and the other one is chaos, where such rules are invisible and can be violated (Yamaguchi 1983). In my view, as son of the emperor, Genji belongs to Ikai (i.e., a different world, a different form Seken) or the level of chaos, where he, perhaps unconsciously, goes beyond fixed mores or Seken, that is to say, the traditional Japanese life-world (Nakada 2008, 2009). In his pursuit of love affairs, he violates, on the one hand, fixed mores and, on the other, through the connection between ethics and aesthetics, his life reproduces the cultural norms. I believe that this dualism between chaos (Ikai) and mores (Seken) reflects another dualism in Japanese cultural identity, namely, between an aspect influenced by ancient China, in particular, by Confucianism, and another aspect of the genuinely Japanese mind symbolized by The Tale of Genji. One important thing is that Murasaki Shikibu bears witness to this cultural Ba in reflecting on this dualism.

One of the difficult questions is, indeed, how to analyse this story from an angeletic perspective and how to relate this Ba or phatic communication to an angeletic perspective. We are very close to the core of problems from which our mutual understanding and some misunderstanding arose. I think that our dialogue itself is a realization of an angeletic relationship and shows the importance of intercultural angeletics.

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10. Christiane Floyd

Auszug aus meiner Laudatio zur Verleihung der Ehrendoktorwürde an Frau Prof. em. Dr. Christiane Floyd, Paderborn, den 27. Oktober 2017.

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Foto (Universität Paderborn, Johannes Pauly): v. l.: Prof. Dr. Ingrid Schirmer, Universität Hamburg, Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan Jähnichen, Technische Universität Berlin, Prof. em. Dr. Dr. h. c. Christiane Floyd, Prof. Dr.-Ing. Reinhard Keil, Dekan der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, Universität Paderborn, Prof. Dr. Birgit Riegraf, Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement, Universität Paderborn, und Prof. em. Dr. Rafael Capurro, Hochschule der Medien Stuttgart.

Liebe Christiane, dear Christiane,

beide Sprachen gehören zu Deinem Wesen. Deutsch, Deine Muttersprache, mit Deinem unverwechselbaren österreichischen Klang. Englisch, die Sprache Deines Faches und Deines Privatlebens. Auf Englisch ist jenes Buch "Software Development and Reality Construction" verfasst, dass Du zusammen mit Heinz Züllighoven, Reinhard Budde und Reinhard Keil-Slawik herausgegeben hast. Es ist das Ergebnis der von der TU Berlin und der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung organisierten und der VW Stiftung gesponserten Tagung, die 1988 in Schloß Eringerfeld stattfand. Das Buch, 1992 erschienen, ist heute so aktuell wie vor fünfundzwanzig Jahren. Diese Konferenz war die gelungenste und bei mir bis heute nachwirkende Tagung an der ich teilgenommen habe. Der erste Satz bringt Deine Botschaft deutlich zum Ausdruck:

"This is a book about human questions in computer science. Questions such as: What are we actually doing in our work? What assumptions do we rely on? What claims can we really meet? How do we view human beings in relation to computers? What is the impact of the computer in use? How can we promote quality? What kind of social changes do we bring about? To what extent is information technology conducive to human development? The authors of this book share the conviction that a deeper understanding of these issues is essential for guiding responsible action in science and design." (S. 3)

In Deinem Beitrag "Human Questions in Computer Science" schreibst Du:

"We focus on software, since we consider it to be pivotal in the intertwining of computer technology and the human world. Through software we tailor computers to meet specific purposes, through software we model mental processes to be simulated on the computer, through software we establish the conditions and constraints for people working with compute- based systems. Software is a product with unique attributes, and its development calls for new ways of working together that we do not yet fully understand." (S. 15)

Die Tagung war eine Inszenierung bei der InformatikerInnen auf der Bühne des theatrum mundi ihre Stücke darboten und zugleich selbst Zuschauende waren. Die Wiedergabe dieser Inszenierung in Buchform wird eingeleitet von Raffael's "Schule von Athen", in deren Mitte, gleich unterhalb von Platon und Aristoteles, ein PC mit einem Wort auf dem Bildschirm, nämlich "THINK", platziert ist.

(...)

Dein erster Leitsatz zur Gestaltung informationstechnischer Informationssysteme lautet:

Wir wollen ein menschliches Maß einhalten.

Es folgen:

Wir wollen Menschen nicht mit Maschinen gleichsetzen.

Wir wollen die Gemeinschaft zwischen Menschen fördern.

Wir wollen verantwortliches Handeln ermöglichen.

Wir wollen nicht mit dem Computer töten.

Wir wollen unsere Körperlichkeit anerkennen.

Wir wollen nicht die Kompetenz unserer Mitmenschen stehlen.

Wir wollen kein falsches Zeugnis ablegen über die Leistungsfähigkeit von Computern.

Wir wollen nicht begehren, unsere Mitmenschen zu überwachen.

Wir wollen nicht begehren, die Arbeit unserer Mitmenschen zu verstümmeln.

Das sind Leitsätze die aus der Perspektive einer Ethik herkommen, in deren Mittelpunkt nicht das Sollen der modernen Ethiken, sondern das Wollen steht, eine Perspektive, der sich auch Michel Foucaults "Technologies of the Self" verdankt. Dieser wiederum leitet seine Einsichten von den an Sokrates anknüpfenden griechischen und römischen hellenistischen Schulen der Lebenskunst (techne tou biouars vitae) ab.


11. Joseph Weizenbaum


Excerpt from the keynote for the CEPE/IACAP Joint Conference 2021: The Philosophy and Ethics of Artificial Intelligence,  Hamburg, Germany, 5-9 July, 2021 on the occasion of the INSEIT / Joseph Weizenbaum Award in Information and Computer Ethics, 2021.

Published in: FIfF Kommunikation 4/2022, 26-29.

Weizenbaum



Who is Joseph Weizenbaum? He was born on January 8, 1923 in Berlin where he went to the Luisenstädtisches Realgymnasium. Joseph, his brother Heinrich (1921-2005), and their parents Jechiel and Henriette fled in January 1936 from the antisemitic terror of Nazi Germany to the United States. He studied mathematics at Wayne State University in Detroit and worked as a meteorologist for the US Army from 1942 until 1945. After the war he finished his Master's degree in 1950 and worked as a system engineer at the Computer Development Laboratory of the General Electric Corporation. Alan Turing formulated his test in 1950 and John McCarthy used the name "Artificial Intelligence" for dealing with the issue of thinking machines at the Dartmouth Conference in 1955. In 1963 Joseph Weizenbaum became Associate Professor and in 1970 Professor of Computer Science at the Massachusetts Institute of Technology (MIT). Between 1964 and 1966 he created ELIZA, a natural language processing computer programme driven by a script named DOCTOR that simulated a psychiatric interview in the conversational style of the Psychologist Carl Rogers. The name Eliza refers to Eliza Doolittle in George Bernard Shaw's play "Pygmalion" (1913) also famous as "The Flower Girl" in the musical "My Fair Lady" with Julie Andrews and Rex Harrison in 1956. Between 1966 and 1976, the publication year of "Computer Science and Human Reason: From Judgement to Calculation" (Weizenbaum 1976), he became ethically sceptic about computer technology not only because, as he remarks, ELIZA was taken seriously by psychiatrists instead as an example of a dialogue with the computer, but also because of the impact of this technology during the Vietnam war (Weizenbaum 1984). His Stanford colleagues Bruce C. Buchanan, Joshua Lederberg and particularly John McCarthy were not amused by the book and wrote critical reviews (Buchanan, Lederberg, McCarthy 1976). In his answer to McCarthy's review Weizenbaum writes:

Finally, McCarthy asserts "Philosophical and moral thinking has never found a model of man that relates human beliefs to the physical world in a plausible way." Only someone who has mastered the entire philosophical and moral literature could have the authority to say that. What truly God-like humility! The distance that separates John McCarthy from Joseph Weizenbaum is truly measured by the challenges these two hurl at one another: McCarthy defies Weizenbaum to "Show me a way to knowledge besides science!" And Weizenbaum responds: "Can there be a way toward an authentic model of man that does not include and ultimately rest on philosophical and moral thinking?" No wonder we talk past another. (Weizenbaum 1976a, 28)

Weizenbaum turned from Saul to Paul, or, as he says, into an academic "heretic" ("Ketzer") or "dissident" ("Dissident"). This turn had roots in his personal history in Nazi Germany and of what he calls "Jewish antisemitism," i.e. the hostility of German Jews towards often poor or very traditional fellow believers from Eastern Europe. He took this experience with him to the US. Being confronted with racism there he became an ally of the black people  (Weizenbaum 1984, Weizenbaum 1987).  Who is Joseph Weizenbaum? He is a parrhesiastes in the digital age.

(...)

In 1988 I reflected on "The Responsibility of Thinking" ("Die Verantwortbarkeit des Denkens") with regard to ethical issues of Artificial Intelligence raised by Weizenbaum that were dealt with also by scientists and philosophers such as Humberto Maturana and Francisco Varela, Terry Winograd and Fernando Flores, Günther Anders, Margaret Boden, Hubert Dreyfus, and Christiane Floyd (Capurro 1988). The Austrian computer scientist Christiane Floyd and Weizenbaum were co-founders of the Forum Computer Scientists for Peace and Social Responsibility ("Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung," FIfF)  in 1984. In 1978 Christiane Floyd became a full professor of software engineering at the Technical University of Berlin. She was the first woman to be a professor in computer science in Germany. She raised the question about the limits of a responsible use of computers (Floyd 1985) and proposed, in a seminal paper in 1992, the following "Ethical Guidelines for Design – A Suggestion"

Observe a human measure

Place humans above technology

Foster community between human beings

Enable humans to act responsibly

Use technology to promote life

Respect human bodily nature

Enhance human potential and faculties

Make truthful claims about technology

Strengthen human autonomy

Enrich human work

(Floyd 1992/2011, 54)

All three of us met at a meeting organized by the Institute of Informatics at Zürich University in 1992 on the occasion of the creation of a group "Informatics and Society" by the Swiss Informatics Society. Weizenbaum asked: "Why critical thinking in computer science?" ("Warum kritisches Denken in der Informatik?") and said: "It is astonishing that the question has to be stated at all" ("Es ist erstaunlich, dass die Frage überhaupt gestellt werden muss") (Weizenbaum 1992, 1; Weizenbaum 1987; Capurro 1992).


12. Carl Friedrich von Weizsäcker y Enrique Tarigo

 
weizsaecker

Cuando yo trabajaba como documentalista y asistente del director científico del Centro de Documentación en Energía Nuclear (ZAED por sus siglas en alemán) en Karlsruhe  en 1980-1985 leía las obras de Carl Friedrich von Weizsäcker quien había tenido contactos personales y filosóficos con Martin Heidegger. Un día les propuse a unos colegas del ZAED, dos físicos y un ingeniero, de leer juntos algunas obras de von Weizsäcker. Luego de un año decidimos preguntarle a von Weizsäcker si nos recibiría para un diálogo sobre su pensamiento. El accedió y así fue que lo visitamos en su casa en Starnberg, cerca de Munich. Fueron dos horas de diálogo y yo tomé algunas notas. De estas surgió un artículo publicado en el semanario Opinar, fundado por Enrique Tarigo. Esta publicación estaba precedida por otra sobre "Ciencia, computación y desarrollo" publicada unos meses antes. El artículo "La deuda de la ciencia natural" fue luego publicado en inglés en 2018 con una introducción y una conclusión. Le debo mucho a von Weizsäcker como persona, como científico y como filósofo (ver aquí). Después de la entrevista fuimos con mis colegas a tomar un café pero resultó que tenía diarrea por el nerviosismo de la entrevista. Karl-Hans, el ingeniero, me dijo que tomara Luvos-Erde que tranquilizó mi estómago!

 
 

Este artículo fue publicado originariamente en el semanario Opinar (Montevideo), jueves 30 de diciembre de 1982, p. 20. Opinar fue fundado en 1980 por Enrique Tarigo

Enrique Tarigo

(1927-2002).

 


La deuda de la ciencia natural

Desde Alemania, Rafael Capuro entrevista a von Weizsäcker 
 

Carl Friedrich von Weizsäcker es uno de los grandes nombres del pensamiento del siglo XX. Su vida ha estado dedicada a ello: pensar. Alumno y amigo de Heisenberg, su interés inicial por la física. En la década del 30 elabora junto von Bohr la teoría cuántica y se inicia desde entonces, una profunda controversia con algunos presupuestos del pensamiento de Einstein que aún no ha sido dirimida.

Pero la física no fue la única pasión de este hombre. Su ansia de mayor profundidad lo llevó a la filosofía, centrando su estudio en dos autores: Platón y Kant. Y el pensamiento religioso también estuvo entre sus preocupaciones. Pero no todo fue pensamiento en su vida. El peligro que representaban las armas nucleares lo llevó a fundar, hace unos años, el "Instituto Max Planck dedicado a la investigación de las condiciones para la vida en un mundo científico-técnico".

Hoy, a los 70 años, von Weizsäcker se ha retirado de las actividades docentes, pero sigue trabajando junto a un grupo de científicos en la que ha sido su gran preocupación: fundamentar la teoría cuántica. Estas son las respuestas de un hombre polifacético y profundo a las inquietudes de nuestro corresponsal Rafael Capurro. Ideas y hombres desfilan por una mente privilegiada.

Opinar, jueves 3 de diciembre de 1982, p. 20.

Indice 

I. Física y filosofía 
II. El camino de la ciencias naturales 
III. El camino de la meditación 
IV. La unificación de la física moderna 
V. Física y experiencia de la temporalidad 

 

 
    
 

I. Física y filosofía



P. ¿Cuál es el aporte del pensamiento llamado filosófico a la física moderna y a las ciencias naturales en general? ¿No es algo de lo que podemos prescindir? ¿No basta simplemente con hacer ciencia

R. Los conceptos fundamentales de la física (materia, espacio, tiempo, energía, etc.) provienen en realidad de la tradición filosófica. Muy temprano me di cuenta de que los físicos a menudo no saben de qué hablan y me puse a investigar el origen de estos conceptos. Esto me llevó primero a Kant. Pero para comprender a Kant es necesario haber leído a Descartes, el cual a su vez elabora las tradiciones platónicas y aristotélicas medievales... Recién Platón y Aristóteles se pueden considerar como los orígenes de dichos conceptos, quienes les dan su forma primera y decisiva. Mis primeros tanteos filosóficos en Kant fueron de la mano de mi amigo Georg Picht, con quien leí, a decir verdad sin entender demasiado, las primeras veinte páginas de la "Crítica de la razón pura".  
  
P. ¿Y cómo vería Ud. la relación del pensamiento filosófico con la investigación diaria del físico?  

R. Creo que aquí ayuda la distinción hecha por el filósofo e historiador de la ciencia americano Thomas S. Kuhn en su libro "La estructura de las revoluciones científicas". Se trata de la distinción entre "ciencia normal" y "ciencia revolucionaria". El progreso de la ciencia, dice Kuhn, no es por acumulación de conocimientos, sino que se da más bien en "saltos" o "revoluciones", mediante las cuales un antiguo esquema o "paradigma" de explicación de los fenómenos es puesto en cuestión y sustituído por otro. Así por ejemplo la "revolución" provocada por el paradigma copernicano en contraposición al paradigma tolemaico. Durante el período de la "ciencia normal" el avance científico tiene el carácter de solucionar un "puzzle" de acuerdo con el paradigma dado. Durante estos períodos la filosofía no tiene ninguna influencia directa sobre la investigación científica y puede incluso ser dañina. En cambio en un período "revolucionario" el científico sólo puede sacar la fuerza de cuestionamiento de los presupuestos vigentes desde la radicalidad del pensar filosófico. Así vemos por ejemplo cómo Einstein es influenciado por Ernst Mach, el cual a su vez criticaba Newton. A pesar de que el paradigma newtoniano funcionaba Einstein no creyó en él.  

P.  De este modo el pensar filosófico tiene siempre el carácter de un continuo cuestionamiento...  

R. Carácter que tiene su origen en Grecia. La filosofía es un experimento griego. Sólo en un sentido análogo podemos hablar de "filosofía" hindú, refiriéndonos por ejemplo a la tradición de los Vedas. Filosofía es también de por sí algo hermoso, y como tantas otras ocupaciones no necesita necesariamente un por qué.


II. El camino de las ciencias naturales


P. ¿Cómo ve Ud. la posición de algunos movimientos actuales llamados de "alternativa", como por ejemplo los "ecologistas"? 

R. La ecología es a mi parecer una rama de la biología moderna y no se puede entender sin ella. Los ecologistas critican las aplicaciones destructoras de la biología moderna. Estas aplicaciones, a mi modo de ver, no tienen por qué ser necesarias. Un camino no destructor también encuentra su marco en las ciencias naturales modernas. Nuestra técnica es incompleta pero el camino de las ciencias naturales es consistente y verdadero, sin que podamos predestinar con ello la marcha de la evolución. Así por ejemplo resultaría imposible prever la existencia de las grandes religiones antes de que éstas se dieran, o prever a Homero antes del surgimiento de la poesía épica.  

P. Y sin embargo durante el Renacimiento...  

R. Si, allí comienzan, por ejemplo con Leonardo da Vinci, los primeros intentos de predicción. Pero es también manifiesto el límite de tales intentos.  

P. ¿Y cómo vería Ud. por ejemplo la relación del camino de las ciencias naturales con otras experiencias de acercamiento a la realidad como por ejemplo la poesía o la pintura?  

R. Estos caminos, si se los entiende bien, no están contrapuestos a las ciencias naturales sino que se trata de diversos modos de relación humanos con la realidad, que no tienen la forma empírico-racional de la ciencia. El sentido de lo bello es un sentido de las conexiones de un todo que las ciencias naturales no tematizan y que en cierto modo no observan. Las ciencias naturales son de aparición reciente, mientras que el hombre como cazador, labrador, poeta, etc. tiene una larga historia. Históricamente por tanto la descripción de la realidad de las ciencias naturales no fue ni es la única.

III. El camino de la meditación



P. ¿Cómo vería Ud. en este contexto el sentido del concepto de meditación como camino del conocimiento?

R. La meditación es una experiencia que surge originariamente en las diversas tradiciones religiosas. Hoy en día está de moda hablar de esto y por ello me atrevo sólo con timidez a encarar su pregunta. Por otro lado es algo para lo que no me considero competente para enseñar... Para acercarse a este fenómeno ayuda menos la pregunta "¿qué es...?". Es mejor preguntar "¿cómo se hace...?" Por otro lado en este campo como en otros, uno solamente ve lo que ya sabe previamente.

P. ¿Podría señalar con un ejemplo aunque fuera de carácter primitivo, el "cómo se hace"?  

R. Ud. se pone por ejemplo a observar una flor. La observa... Quédesela observando un rato más largo... Cierre los ojos y siga pensando en la flor. Piense que Ud. y la flor están solos en el mundo. Se trata de un movimiento de recogimiento. Piense en lo que puede provocar dicha experiencia si no la hace simplemente una vez sino día por día... y si en lugar de una flor lo experimenta consigo mismo. El ver las cosas mismas: de esto han hablado las religiones. Ellas son más antiguas que las ciencias naturales y su relación con éstas no está todavía esclarecida.

P. En sus escritos se ha referido Ud. a la relatividad de las tradiciones religiosas...  

R. Relatividad en el sentido de la conexión de las unas con las otras. Piense por ejemplo en el padre jesuita Ennomiya Lasalle, a quien conozco personalmente y que es al mismo tiempo monje del budismo Zen. La experiencia religiosa es a menudo la misma, las interpretaciones varían.

P. ¿Y en el caso del Cristianismo?  

R. Nos encontramos con un alto nivel de racionalidad, debido sobre todo a la influencia de la filosofía griega. Esto en contraposición con el budismo, por ejemplo. La pregunta cómo es "la salvación en sí" tiene siempre una respuesta histórica: en cada caso es de una u otra manera. El encuentro de las religiones es sin lugar a dudas el evento más importante de nuestro siglo. Si las ciencias naturales pueden tomar un lugar paritario en este diálogo, tal vez, luego de algunas catástrofes mundiales..., pueda comenzar la fase de una nueva conciencia...

IV. La unificación de la física moderna


P. En sus escritos y en especial en "La unidad de la naturaleza" señala Ud. diversos caminos que pueden conducir a la unificación de la física moderna.

R. La teoría actual de la física válida en todos los campos y comprobada en millones de experimentos es la cuántica. Lo esencial de su contenido se puede resumir en una página. El proyecto de formular las condiciones de posibilidad del fenómeno cuántico y de fundamentar así la teoría es algo a lo que he señalado en el libro que Ud. menciona y en lo que estoy trabajando actualmente.

P. ¿Cómo ve Ud. la posición de Einstein respecto a la teoría cuántica? 

R. A Einstein le resultaba dificil aceptar el carácter fundamentalmente probabilístico de la teoría y buscaba por eso "parámetros ocultos" que permitieran explicar de una forma determinista todos los fenómenos físicos. Fue Heisenberg quien con el "principio de indeterminación" cuestionó radicalmente el mundo, o como decíamos anteriormente, el "paradigma" de la física clásica. En la física cuántica pensamos con la categoría de probabilidad, lo cual no es sino la cuantificación de lo posible y lo posible a su vez es uno de los momentos de la estructura del tiempo, el momento del futuro. Un pensamiento de lo posible se da solamente con relación a un pasado fáctico en un presente concreto. La física moderna está basada en esta estructura del tiempo, sin lo cual como dice Heidegger, no podríamos ni formular ni entender el segundo principio de la termodinámica.

P. ¿Cómo ve Ud. las corrientes modernas de teoría de la ciencia?  

R. Ya me he referido a Th. S. Kuhn. Pero si retrocedemos un poco recordaremos a Rudolf Carnap y a su crítica del apriorismo: la ciencia debe ser empírica. Pero, ¿qué significa "empírica"? Carnap lo define apriori. Karl Popper ha señalado que el camino de la inducción es falso, y que la verdad de nuestras teorías y proposiciones generales no es ganada por generalización de experimentos singulares. La ciencia avanza a través de proposiciones que a primera vista parecen infundadas. Por otro lado a mi modo de ver el pensamiento de Popper está orientado hacia la física clásica y por ello lo considero insuficiente. Kuhn en cambio es más empírico en cuando que hace incapié en la historia de las revoluciones científicas: revoluciones científicas son "paradigmas" que no han sido todavía "falsados". 

P. La introducción del esquema temporal sería una de dichas revoluciones. 

R. Desde el punto de vista filosófico ha sido Heidegger quien ha preguntado con insistencia y profundidad acerca del fenómeno de la temporalidad.

VI. Física y experiencia de la temporalidad


P. La relación entre la física cuántica y la experiencia del pensar tematizada por Heidegger se daría en lo referente al fenómeno de la temporalidad.

R. La cercanía a los problemas es sin lugar a dudas mayor con respecto a Heidegger que a la teoría de la ciencia, sin que por eso se dé una equivalencia total con el pensamiento de Heidegger. La teoría de la ciencia se aleja, a mi modo de ver, más y más de la problemática real. Esto me recuerda el caso de Ernst Mach, de quien hablábamos anteriormente, que negaba la existencia de los átomos y la relatividad...

P.  Heidegger dice que la ciencia no piensa...

R. Lo cual hay que interpretarlo en el sentido de que la ciencia normal (en la terminología de Th. S. Kuhn) no piensa... es decir no cuestiona su paradigma. A diferencia de Edmund Husserl creo que la visión de los rasgos esenciales de un fenómeno no es algo inalterable, sino que tiene lugar en el tiempo y es cambiante de acuerdo con la experiencia. En la terminología de Platón diría que se trata de pensar la "idea" en el tiempo. No podemos salir del tiempo. No somos libres para hacerlo. Recuerdo la anécdota de que Einstein le preguntaba a Carnap y Popper qué es el tiempo, sin recibir una respuesta aceptable. Einstein intentó salir del tiempo: poco antes de morir, al contarle alguien que un amigo había muerto hacía pocas semanas, respondió que lo de "hace pocas semanas" era una ilusión... Para un físico creyente la distinción entre pasado, presente y futuro es una ilusión... Yo creo por el contrario que la introducción de la estructura tridimensional del tiempo, que explicita Heidegger, puede provocar una nueva revolución en la física, la cual a su vez tendría una repercusión en la filosofía. Ya en Platón y en Aristóteles encontramos el concepto central de "kínesis" o sea de movimiento. "Cronos", literalmente traducido "tiempo", es ya para Platón una representación derivada del "aión", un término que quisiera dejar aquí sin traducción y que implica la estructura temporal y se refiere por ejemplo a la duración de la vida de una persona.

P. Física y filosofía encuentran aquí un punto de contacto...

R. Como si Magallanes y Vasco da Gama, habiendo partido con direcciones opuestas y desde puntos diferentes, se hubieran encontrado en el camino de circunvalación.
 

Nota: El autor de estas líneas no grabó el diálogo sino que sacó solamente notas, siendo por tanto responsable de las omisiones y de la interpretación de lo dicho.



Excerpt from "On the Unity of Nature: A Question of Time. A Dialogue with Gordana Dodig-Crnkovic and Marcin J. Schroeder". Published in: Mark Burgin and Gordana Dodig-Crnkovic (Eds.). World Scientific Series in Information Studies, 2020, 139-176.
Online: http://www.capurro.de/weizsaecker_on_time.html


1. Professor Capurro, in the context of present special issue on the contemporary Natural Philosophy, we would be interested in your relation to the project of unity of nature and your view of the ideas of Weizsäcker

 (...)

The essays in the book The Unity of Nature were written between 1959 and 1970 with one exception, namely, a short article published in 1939 in the Annalen der Physik 36, 275, dealing with "The Second Law of Thermodynamics and the Difference between Past and Future" [2]. The guiding thought is the question of irreversibility of natural processes that plays a key role in Quantum Mechanics. The difference between past and future is seen not just as a difference in "practical life" but as being foundational for physics as well. Weizsäcker writes that the statistical interpretation of the Second Law of Thermodynamics is the place where the (three-dimensionally open) structure of "real time" manifests itself in the "worldview of physics" [2] (p. 172), (but only as one-dimensional, linear time). In the introduction to this article written thirty years later, Weizsäcker writes, that when he wrote it, he had the feeling of saying something obvious, particularly for empiricists and positivists, describing temporal events as they are phenomenologically given. But, he adds, "I perceived with a certain astonishment, that most physicists regarded these thoughts as being rather strange" ("Mit einem gewissen Erstaunen habe ich dann bemerkt, daß die meisten Physiker diese Gedanken als eher fremdartig empfanden")." [2] (p. 172). Weizsäcker was influenced by Heidegger's phenomenology of time, more precisely, by the interpretation of being as three-dimensional time with its future, present and past dimensions, the opposite to the common understanding of time as a sequence of now-instants, taken for granted by "most physicists." Three-dimensional time becomes apparent and 'obvious' for Weizsäcker in the Second Law of Thermodynamics if the observer dares to open his eyes to this obvious but hitherto "strange" perspective.


13. The EGE

Between 2000 and  2010 I had the privilege to be a member of the  European Group on Ethics in Science and New Technologies (EGE) of the European Commission. The Group worked on a lot of cutting edge issues such as human stem cells, clinical research in developing countries, genetic testing, cord blood stem cells banks, ICT implants in the human body, being the Opinions 18-20 of the mandate 2000-2005, as well as on  nanomedicine, ethical  review of hESC FP7 Research Projects, animal cloning for food suply, modern developments in agricultural tecnologies and synthetic biology, being the Opinions 21-25 of the second mandate 2005-2010.

EGE 2005

EGE Second  Mandate. From left to right:
(first row) Diána Bánáti, Carlo Casini, Emmanuel Agius, José Manuel Barroso, President of the European Commission, Krzysztof Marczewski, Pere Puigdomenech Rosell, Linda Nielsen
(second row) Günter Virt, Ines de Beaufort, Jozef Glaza, Anne Cambon-Thomsen, Julian Kinderlerer, Paula Martinho da Silva, Rafael Capurro.

We once met Romano Prodi, the President of the European Commision (1999-2004), at the canteen.

Ronano Prodi

We were sitting at the same table but he was not aware who we were. We told him we were his advisors and do not bite. He said: "wau wau"!


14. Coetzee Bester and Johannes Britz


In 5-7 February 2007 the first Pan-African Information Ethics Conference: Ethical Challenges in the Information Age was held in Pretoria organized by the University of Pretoria, the University of Wisconsin-Milwaukee, USA, and the International Center for Information Ethics under the patronage of UNESCO. My keynote dealt with Information Ethics for and from Africa.

The idea to this conference was born after the CEPE 2005 Sixth International Conference of Computer Ethics: Philosophical Enquiry: "Ethics of New Information Technologies" held at the University of Twente (Enschede, The Netherlands). After the conference my South-African mate Johannes Britz and I were drinking a cup of coffee at the train station talking about the lack of interest concerning Information Ethics in and from Africa. Hannes told me that he would do his best to organize a conference in South Africa. He got the support of his friend Coetzee Bester (University of Pretoria) who served under the leadership of President Nelson Mandela and Deputy President F W de Klerk as a Member of Parliament in South Africa.
It was the time after the WSIS (World Summit on the Information Society). Information Ethics was an international political issue world wide. During this event the Africa Network for Information Ethics (ANIE) was established. Back to the USA Hannes gave me a phone call and told me: "We got the support from the South Africa government. They said: Don't care about the budget!"

Africa Infoethics 2007


The Pan-African conference in 2007 was the beginning of a successful development of information ethics projects across Africa. It lead to the creation of the African Centre of Excellence for Information Ethics (ACEIE) at the Department of Information Science of the University of Pretoria and to a plethora of conferences, symposia and workshops in several African countries as well as publications dealing with Information Ethics in Africa (See here). One main outcome of this first Africa Conference on Information Ethics was the Tshwane Declaration on Information Ethics in Africa .

The Capurro Fiek Foundation for Information Ethics (CFF) together with the University of Wisconsin-Milwaukee (UWM) (USA) represented by Provost Johannes B. Britz, had the pleasure to present the first ANIE (Africa Network for Information Ethics) Award to Mr. Coetzee Bester (South Africa) for his outstanding support of information ethics projects in Africa, particularly:
- First Africa Information Ethics Conference: Ethical Challenges in the Information Age, Pretoria, February 5-7, 2007
- High-Level Workshop on e-Government in Africa, Pretoria, February 23-26, 2009


Award 2011

From left to right: Rafael Capurro, Johannes Britz, Coetzee Bester (2010)


15. Peter Weibel

By the end of the millenium, particularly since the invention of the internet and the widespread use of social media, ethical issues of digital technologies became a matter of broad social and political concern although the academic discussion on ethical issues of information technology was older. It goes back to the fifties with Norbert Wiener and the seventies with Joseph Weizenbaum to mention just two prominent authors. In the beginning it took place mainly in the Western or, more precisely, in the Anglo-Saxon world. Jeroen van den Hoven founded the CEPE (Computer Ethics Philosophical Enquiry) conferences as well as the Kluwer journal Ethics and Information Technology (E&IT) (first issue in 1999). The International Society of Ethics and IT (INSEIT) was formally established in 2001, Deborah Johnson being the first president.

Inspired by Wolfgang von Keitz, my mate at Stuttgart Library school, and in cooperation with Thomas Hausmanninger (University of Augsburg) I created the International Center for Information Ethics (ICIE) in 1999 inviting a small group of colleagues from different countries and disciplines to become members. It grew quickly and was soon recognized as an international partner.

In cooperation with the Karlsruhe Center for Art and Media (ZKM) that hosted ICIE and sponsored by the VolkswagenStiftung ICIE organized the first international symposium on intercultural issues of information ethics held at ZKM Karlsruhe in October 4-6, 2004. About fifty participants from all over the world were invited. It dealt with Internet for Social and Political Development: Community Building; Internet for Cultural Development: Restructuring the Media; Internet for Economic Development: Empowering the People.

The sponsoring by the VolkswagenStiftung happened through the mediation of Peter Weibel. I suggested him the project of an international symposium on information ethics. During an event at ZKM he told me: "I will present you the Secretary General of the VolkswagenStiftung". He handed me his business card and said: "Please, send us your proposal".

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ZKM Director Peter Weibel with Rafael Capurro and participants of the ICIE Symposium


16. Daniel Fonseca Piaggio y Carlos Páez Vilaró


Mi tío, el pediatra Daniel Fonseca Piaggio (ver aquí) vivía con su esposa Lina Nigro en un apartamento en Boulevard Espa
ña cerca de Ellauri y Juan María Pérez donde vivía mi familia. Iba a menudo a verlos y tocaba el timbre en la puerta de entrada del edificio. Un día el timbre en la puerta de su apartamento fue sustituido por otro que tenía escrito PUSH. Cuando entré me dijo Daniel: "Sí, ahora me llamo Daniel Fonseca Push"!
Fuimos varias veces a su casa en Punta Ballena que quedaba muy cerca de Casapueblo de Carlos Páez Vilaró, así que aproveché para visitarlo junto con Annette, mi esposa, sin previo aviso. Nos recibió muy amablemente y nos mostró esa magnífica casa, contándonos anécdotas de su vida. Entre otras cosas nos decía que él siempre estaba a la búsqueda del sol! Lina nos cocinó una estupenda mejillonada y luego nos llevó a visitar el Club de la Ballena. Cuando Daniel y Lina se conocieron, ella venía a verlo al apartamento de mi abuela "Meme" (Ema Piaggio Garzón de Fonseca) en Soriano 1729 (segundo piso, ascensor!)
(ver aquí), donde Daniel tenía su consultorio. Lina le traía a menudo unas tortas riquísimas, entre otras una torta de café! "Liebe geht durch den Magen" (el amor pasa por el estómago) dicen los alemanes. Daniel solía comenzar sus clases diciendo a los estudiantes que él era médico pediatra no: pederasta!


Daniel Fonseca Piaggio y Raquel (Quela) Capurro Fonseca
Punta Ballena (1982)

Daniel y Quela


Lina Nigro de Fonseca y Rafael Capurro Fonseca

Punta Ballena (1982)

Punta Ballena


DANIEL FONSECA PIAGGIO (1919-1998)

"Nacido en Montevideo el 3 de setiembre de 1919, se graduó como médico cirujano el 29 de enero de 1948. Fue Ayudante de Clase del Instituto de Fisiología (1942-1946), Adjunto de Clínica Semiológica (1949-1952), Adjunto de Clínica de Enfermedades Infecciosas (1952-1956), Médico Colaborador del Instituto de Pediatría (1952-1961), Asistente de dicho Instituto (1961-1965) y Pediatra del Servicio de Fisiología Obstétrica y luego del Centro Latinoamericana de Perinatología (CLAP) entre 1962 y su designación como Profesor de Clínica Pediátrica en 1977, cargo que desempeñó hasta 1984. Falleció el 26 de noviembre de 1998. Luego de ser Practicante Interno (1944-48) fue Médico del Servicio de Insuficiencia y Recuperación Respiratoria (ex Filtro) entre 1955-1963 y Médico de Recién Nacidos del Hospital Pereira Rossell (1963). En Asignaciones Familiares fue Médico Pediatra (1955-1963), cargo al que renunció para dedicar más tiempo a la docencia e investigación clínica. Médico Perinatólogo con funciones organizativas, docentes y de investigación desde 1970.

En la Facultad de Medicina tuvo una actividad ininterrumpida en la docencia desde 1942. Docente Adscripto de Pediatría entre 1955 y 1960. Tuvo una importante producción científica enfocada sobre todo al recién nacido y a sus dificultades respiratorias, agravio encefálico y diversas afecciones infecto-contagiosas; el sufrimiento fetal; el hematoma subdural del recién nacido; los disturbios intraparto de la homeostasis fetal; el sufrimiento fetal y sus consecuencias en el recién nacido y el niño; alteraciones neurológicas en el recién nacido con sufrimiento fetal; la conducta de succión en recién nacidos con sufrimiento fetal agudo intraparto; el RN hijo de madre diabética; la hiperbilirrubinemia del RN; repercusiones feto-neonatales de la toxemia gravídica; entre muchos otros. En el exterior, realizó Internado y Residencia en dos hospitales de los EE.UU. St. Francis Hospital y Jersey City Medical Center, en el año 1949; cursos regulares de Medicina Interna en la Universidad de N.Y. en 1949; viaje de perfeccionamiento en setiembre 1966 para participar en Chicago en el simposio “El Niño” para estudiar la etiología del retardo mental.

Es destacable su dedicación a los niños afectados por Poliomielitis aguda y su participación en diversas actividades científicas y docentes, así como asistenciales, en este aspecto. Acompañó como Profesor Agregado al Prof. José María Portillo Olascoaga, a quien sucedió cuando éste terminó su mandato por límite de edad, en 1977, en su Clínica del Hospital Dr. Pedro Visca. Cuando aspiró a dicho cargo explicitó su concepto de la Clínica Pediátrica y de la Pediatría, en los siguientes términos: “Se trata de un cargo que lleva implícito el ejercicio y la enseñanza del ejercicio de la Medicina Clínica aplicada a una determinada etapa del ciclo vital del hombre, etapa que abarca desde la concepción hasta la madurez plena (somática, psíquica y social). Con esto se quiere significar que la Pediatría no es una especialidad médica más, sino una Medicina del hombre integral en su fase de inmadurez biológica, y que, por lo tanto, debe estar fuertemente impregnada de sentido y orientación antropológica, social y preventiva. Ella requiere además una información amplia sobre los fenómenos del desarrollo humano normal y de sus desviaciones. La Ciencia del desarrollo humano ha tomado carta de ciudadanía en los últimos años, emergiendo desde un terreno limítrofe entre la Medicina Pediátrica, la Antropología, la Biología, la Ciencia de la Reproducción y la Sociología. Dicha disciplina todavía en una etapa inicial de su desenvolvimiento, cuenta ya con cátedras y centros de investigación en varias partes del mundo. El Pediatra docente, no puede hoy en día ignorar su existencia y debe promover su reconocimiento y progreso dentro de nuestra Universidad. Falleció en Montevideo el 26 de noviembre de 1998, a los 79 años de edad."

Antonio T. Turnes: La Sociedad Uruguaya de Pediatría en su Centenario - 1915-2015. Evolución de la Pediatría en el Uruguay con una referencia al surgimiento en el Mundo. Sociedad Uruguaya de Pediatría, Noviembre de 2014, pp. 699-700.


Daniel Fonseca


Carlos Paez Vilaro

Carlos Páez Vilaró (1923-2014)
Casapueblo 1982, Punta Ballena, Uruguay

17. Karl Rahner, Juan Carlos Scannone y Franz Jalics

Rahner
Karl Rahner

Scannone
Juan Carlos Scannone

jalics
Franz Jalics

Cuando vine a Europa a fines de 1971 traía un gran fardo de jesuitismo luego de 8 años de SJ, imbuído de saber filosófico y teológico ambos unidos especialmente en las personas de Karl Rahner (1904-1984) y Juan Carlos Scannone (1931-2019) pero también en la sabiduría práctica de Franz Jalics (1927-2021). Innumerables las anécdotas de estas tres personas tan diferentes que me influyeron en mi estudios en Alemania como lo he documentado aquí.

Recuerdo una visita a Rahner en München junto con mi esposa Annette. Nos recibió en su dormitorio y conversamos largo y tendido. Yo le dije que tanto su artículo sobre el concepto de misterio como su antropología y angelología me impactaron mucho y me servían de marco para las reflexiones antropológicas y epistemológicas sobre la técnica digital. Rahner era un hombre de baja estatura. Me quiso citar algo de un libro que estaba en un estante sobre su cama por lo que tuvo que subirse a la cama para sacarlo del estante. Nunca olvidaré esa situación! Hablamos sobre mi trabajo en el campo de las bases de datos bibliográficas y yo le nombré el servicio de información DIALOG creado en 1966. Mientras yo hablaba, tomó un lápiz y escribió la palabra DIALOG en un papel y me preguntó si era posible hacer una búsqueda bibliográfica sobre trabajos de doctorado que trataban de su obra.
Hice la búsqueda bibliográfica en el Fachinformationszentrum, donde trabajaba, con la ayuda de la Profesora Johanna Grewen en diversas fuentes en especial DIALOG y envié a Rahner los resultados. Rahner me agradeció la búsqueda que le envié con la siguiente carta:


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Poco tiempo después recibí una carta de Albert Raffelt, teólogo y bibliotecario quien estaba trabajando en una bibliografía sobre Rahner agradeciédome la búsqueda.

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En 1982 Rahner recibió el Theodor-Lucas-Preis un premio otorgado por la facultad de teología evangélica de la Universidad de Tübingen. Cual no fue mi sopresa cuando en su conferencia con el título "Sobre la paciencia intelectual consigo mismo" ("Über die intellektuelle Geduld mit sich selbst") lo escuché hablar sobre bibliotecas digitales que giraban en torno a la tierra! La conferencia fue anunciada con el título "Sobre la paciencia intelectual en sí misma" ("Über die intellektuelle Geduld in sich selbst"). Rahner dijo que esto suena muy filosófico pero que el quería hablar sobre una experiencia concreta, la de la paciencia intelectual consigo mismo.
Más sobre este encuentro con Karl Rahner aquí.

A Scannone y Jalics los encontré en Alemania en diversas ocasiones. Scannone, que había sido mi director académico, tenía mucha curiosidad por mis estudios de hermenéutica y técnica digital, siendo esto último algo que no había estado presente durante mis estudios de filosofía en el Colegio Máximo en San Miguel (Buenos Aires) en 1968-1970. Jalics, mi director espiritual, a quien llamábamos 'Jalisco', fue quien me ayudó a salir de la Compañía, hablamos de su pasado cuando decidió salir del Máximo para ir a vivir junto con otro teólogo, Orlando Yorio, a un barrio marginal con el argumento de que no se puede predicar el evangelio viviendo en una gran mansión como era el Colegio Máximo. Ambos fueron denunciados, luego detenidos y torturados durante cinco meses en 1976 durante la dictadura cívico-militar (1976-1983). Jorge Bergoglio, entonces provincial de los jesuitas, intervino para su liberación, pero siempre quedó la incógnita de quien los había denunciado como me lo contó el mismo Jalics (ver el muy bien documentado artículo en Wikipedia).


18. Gianni Vattimo


Gianni Vattimo (geb. 1938 in Turin) war ein Star der Postmoderne insbesondere einer in der Art und Weise wie er Philosophen wie Nietzsche und Heidegger interpretierte und eine Art von Denken entwickelte, die er "pensiero debole" ("schwaches Denken") nannte, das in Wahrheit eine Infragestellung des starken (metaphysischen) Denkens war.

Ich übersetzte sein Werk "La fine della modernità" (Mailand 1988) ins Deutsche ("Das Ende der Moderne", Stuttgart 1990) und schrieb ein Nachwort dazu. Die Rezension
erschien in Philosophisches Jahrbuch, 94. Jg. 1987, 205-209
). Ich veröffentlichte auch Enzyklopädiebeiträge über ihn (sowie auch über Ortega y Gasset, Heidegger und Scannone, vgl. hier:
Julian Nida-Rümelin, Hrsg.: Philosophie der Gegenwart in Einzeldarstellungen. Stuttgart: Kröner, 1991 (Heidegger 229-247; Ortega y Gasset 430-436; Scannone 539-542; Vattimo 614-617);
 2., aktualisierte und erweiterte Auflage 1999  (in Einzeldarstellungen von Adorno bis b.Wright) (Heidegger 302-320; Ortega y Gasset 342-347; Scannone 667-669; Vattimo 755-758),
3. neubearb. u. aktual. Auflage 2007 (Nida-Rümelin, Elif Özmen) (Scannone 593-596; Vattimo 677-681)
Julian Nida-Rümelin / Elif Özmen (Hrsg.): Klassiker der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Stuttgart: Kröner 2007: Martin Heidegger (109-127)


Als Privatdozent für Praktische Philosophie an der Universität Stuttgart lud ich Vattimo 1989 zu einem Vortrag im Rahmen eines Seminars über sein Werk ein und befaßte mich mit seinem Denken in anderen Seminaren (vgl. hier). Die Gespräche mit Vattimo waren sehr humorvoll und gelassen, ein Denken light aber nicht oberflächlich oder feuilletonistisch.


19. Norbert Henrichs, Günther Bien, John Holgate und Peter Sloterdijk


Norbert Henrichs
Norbert Henrichs

Norbert Henrichs (1935-2016) war mein Mentor und Doktorvater in Sachen Philosophie und Information. Er war der Leiter der Stelle für Philosophie-Dokumentation am Philosophischen Institut der Universität Düsseldorf. Er begleitete die Arbeit an meiner Dissertation über den Informationsbegriff, dass ich mit dem Prädikat magna cum laude 1978 abschloß (vgl. http://www.capurro.de/Urkunden.html)

information

INFORMATION

Ein Beitrag zur etymologischen und ideengeschichtlichen Begründung des Informationsbegriffs

München, New York, London, Paris: Saur Verlag 1978, 320 Seiten, ISBN 3-598-07080-6. 

Full text in one file.

Unzählige Gespräche halfen mir, den Mut für diese mühsame Arbeit nicht zu verlieren!

Viele Jahre später übersetzte ich diese Arbeit ins Spanische was eine erstaunliche Erfahrung war, um über mich mit dem Abstand von fast fünfzig Jahren kritisch zu reflektieren.

Traducción al castellano 2022

informacion

Englische Übersetzung des Vorwortes


Henrichs begleitete auch meine "Hermeneutik der Fachinformation", die später als Habilitationsschrift von der Universität Stuttgart 1989 durch kräftige Unterstützung von Günther Bien, Leiter der Instituts für Philosophie, angenommen wurde.

Günther Bien
Günther Bien

hermeneutik

Hermeneutik der Fachinformation. Freiburg, München: Alber 1986.
Lehrbefugnis für das Fachgebiet Praktische Philosophie am 17.01.1990 (Siehe hier).
Antrittsvorlesung am 2.05.1990
: Ethik und Informatik. Die Herausforderung der Informatik für die Praktische Philosophie.

Die Gespräche mit Norbert Henrichs und Günther Bien waren die Geburtsstunde dessen, was in jenen Jahren leise mit dem Ausdruck Informationsethik bezeichnet wurde.
Eine kleine Anekdote am Rande des Habilitationsverfahrens. Ich hielt einen Habilitationsvortrag vor der versammelten Fakultät über die Vergleichbarkeit von künstlicher Intelligenz und 'getrennten Intelligenzen' (intelligentiae separatae). Ich drückte die Intention dieses Vergleichs so aus:

Wir haben die Suggestibilität der thomistischen Engellehre für die philoso­phische Anthropologie vor allem im Hinblick auf die Analogie, zu den technologischen Träumen der Selbstherstellung und -überbietung des Men­schen gedeutet. Es ist eine Kernaufgabe der Philosophie auf Möglich­keiten und Grenzen von Metaphern aufmerksam zu machen. Darauf hat José Ortega y Gasset in seiner Schrift "Die beiden großen Metaphern" (Gesammelte Werke,  Stuttgart, 1978, Bd. 1, 249-265) hingewiesen.

Vielleicht liegt die größte Gemeinsamkeit in der Analogie zwischen der mittelalterlichen Engellehre und den gegenwärtigen Visionen der künstli­chen Intelligenz in der Vorstellung eines an der Grenze des Menschlichen bereits anwesenden oder erst herzustellenden Wesens. Letzteres deutet bereits auf die entscheidende Differenz, außerhalb der Teilidentität, nämlich auf die ambivalente Offenheit der technischen Zivilisation für die Dimension des Göttlichen bzw. auf eine Änderung im Seinsbezug des Menschen (Heidegger) hin.

Aus der metaphysischen, erkenntnistheoretischen und ethischen Analogie läßt sich den Schluß ziehen, daß der Mensch, sei es in Bezug auf den Engel oder auf die technische Vorstellung einer von ihm geschaffenen und ihm zugleich überbietenden Intelligenz, weder seine Natürlichkeit völlig ver­lassen noch sich als reine Künstlichkeit verwirklichen kann, ohne seine Identität aufzugeben.  Er ist gerade in bezug auf diesen Sig­nifikanten, durch dieses Weder-Noch be­stimmt: Er ist weder Tier noch Engel, weder Natürlichkeit noch Künstlich­keit. Er ist vor allem der­jenige, der dieses Weder-Noch er­kennen muß. Bei allen kühnen künstlichen Entwürfen bleibt er der durch Kriege, Leiden, Tod und Haß geplagte Wesen, der dieses stets, und sei es durch alltägliche Science-fiction-Mythen, zu ver­drän­gen versucht. Mythen können aber auch Wege der schöpferischen Phantasie und somit Wege aus der Gefahr öffnen.

Auch der Mythos unserer geistigen Selbstmanipulation gehört dazu (91). Wenn der Mensch sich dabei in die "Un-verborgenheit" (Heidegger) einläßt (92), wodurch er jenes "Unheimliche" („deinon“ Sophokles), daß er selbst ist, erfahren kann, kann er sich als Paradoxon eines Wesens "in confinio" wiederer­kennen. In der  Gestalt technologischer Lust ("delectatio") begehrt unsere Vernunft zugleich eine beglückende letztlich aber nicht herstellbare Dimension, die des "gaudium". Das ist die Lehre der Engel­lehre und wohl auch die ihrer heutigen technischen Stellvertreter, wenn wir sie in diesem Licht sehen lassen.

 

Der Vortrag wurde wenige Jahre später in der Zeitschrift für philosophischen Forschung mit dem Titel "Ein Grinsen ohne Katze. Von der Vergleichbarkeit zwischen 'künstlicher Intelligenz' und 'getrennten Intelligenzen'" veröffentlicht. Hier der Kern meiner Argumentation:

Ich gehe von der Hypothese einer 'witzigen' Vergleichbarkeit zwischen 'getrennten Intelligenzen' und 'künstlicher Intelligenz' aus. Ich werde diesen Vergleich am Beispiel der thomistischen Engellehre anstellen (4). Die plastische und malerische Versinnbildlichung der Idee von 'getrennten Intelligenzen' hat eine lange Tradition, wovon die Engeldarstellungen im Mittelalter einen Höhepunkt bilden (5). Ich wähle dieses Beispiel nicht nur wegen der vollendeten Begrifflichkeit, sondern auch, weil hier die durchaus ernste Dimension des Vergleichs zwischen 'getrennten Intelligenzen' und 'künstlicher Intelligenz' zum Ausdruck kommt: Die Bestimmung von getrennten Intelligenzen, und  so meine These  vergleichsweise auch die von 'künstlicher Intelligenz', dient der Selbstbestimmung des Menschen, hat also eine philosophisch-anthropologische Funktion. Bevor ich aber auf das mittelalterliche Beispiel zu sprechen komme, möchte ich auf die Bedeutung dieses Vergleichs in der heutigen 'künstlichen Intelligenz'-Debatte hinweisen.

Die Fakultät akzeptierte diesen Vergleich nicht mit dem Argument, Vergleiche wären nicht wissenschaftlich. Ich wurde später in einem persönlichen (auf)klärenden Gespräch mit einer Kollegin, mit der Frage konfrontiert, ob ich gegen die Aufklärung wäre. Herr Bien sagte mir, dass die Ablehnung des Vortrags eigentlich nicht gegen mich, sondern gegen ihn als Katholik gerichtet wäre. Ein Jahr später wiederholte ich den Vortrag, diesmal zu dem Thema "Techne und Ethik. Platons techno-theologischen Begründung der Ethik im Dialog Charmides und die aristotelische Kritik", der in der Zeitschrift Concordia veröffenltlicht wurde. Vor Beginn dieses zweiten Vortrags sagte mir der Dekan: "Sie brauchen keine Angst zu haben. Es ist alles geregelt. Sie können sprechen worüber Sie wollen." An diesem Tag verlor ich den Glauben an die Institution Universität. Ein Freund sagte mir später: "Habermas Habilitationsschrift "Strukturwandel der Öffentlichkeit" wurde von Max Horkheimer und Theodor Adorno abgelehnt und er musste sich an der Universität Marburg habilitieren". (Siehe hier)

Aus dem 'witzigen' Vergleich zwischen künstlicher Intelligenz und 'getrennten Intelligenzen' wurde später eine umfassenden Theorie, dich ich Angeletik im Unterschied zur theologischen Engellehre nannte. Zusammen mit meinem australischen Kollegen und Freund John Holgate gaben wir eine interdisziplinäre Schrift heraus. John nannte die Angeletik messaging theory, die sich mit der Analyse von Boten und Botschaften in unterschiedlichen Kontexten befasst.


angeletik

John Holgate
John Holgate
Director St. George Health Library and Information Services, Sydney (Australia)

Rafael Capurro & John Holgate (eds.): Messages and Messengers Angeletics as an Approach to the Phenomenology of Communication. München: Fink 2011. (vgl. hier). In der Einleitung schrieben wir:

The term angeletics comes from Greek angelos / angelia, meaning messenger / messages. We use these terms when we refer to angels or divine messengers. There is a long tradition in theology and religious studies called angelology. Angeletics is in this regard different from angelology. Its purpose is to study the phenomenon of messages and messengers within the boundaries of the condition humaine, having as its primary object human communication but including technical and natural processes as well. For the philosophers of the Enlightenment, such as Immanuel Kant, the censorship-free distribution of scientific knowledge through the press belongs to the core of a free society. Peter Sloterdijk has pointed out that we live in a “time of empty angels” or “mediatic nihilism,” in which we forget what message is to be sent while the messengers of transmission media multiply: “This is the very disangelium of current times" [1] The word disangelium (bad news) builds a contrast to euangelium, addressing the empty nature of the messages disseminated by the mass media, culminating in McLuhans dictum: “The medium is the message.” The question today is then to what extent the internet creates a new angeletic space giving rise to new synergies of messages and messengers beyond the hierarchical structure of mass media.

There is a close relationship between angeletics and hermeneutics. Hermeneutics was one of the main schools of philosophy of the 20th century. Beyond scholarly disputes, we can say that one main result of philosophical thinking in the 20th century has been the awareness of the interpretative nature of human knowledge. This is valid, for instance, for Karl Popper, for whom scientific knowledge is basically conjectural and subject to empirical falsifications, no less than for hermeneutics as addressed by Hans-Georg Gadamer. Since interpretation presupposes message transmission the “hermeneutic circle” no less than the “logic of scientific discovery” is implicitly located within the angeletic circle. Hermes is first and foremost a messenger and only secondarily an interpreter and translator. Throughout this book angeletics is the general term we use for the cultural, social and philosophical phenomenon of messages and messengers and tend to employ ‘messaging theory’ specifically for the more scientific and technological aspects.

This publication has a bipartite structure. The first part, ‘Foundations,’ deals with basic ideas of angeletics, its fundamental tenets, interpretations and presuppositions. The second part ‘Applications,’ illustrates these ideas in the contributions of several experts in related fields such bioinformatics, media studies, communication philosophy, information science, physics, classical studies, General Systems Theory and linguistics which shine a critical light on angeletics and at the same time develop it  in various directions.
 In the first three chapters entitled “Angeletics – A Message Theory,” “Theorie der Botschaft” [Message Theory] and “A Dialogue on Intercultrural Angeletics Rafael Capurro introduces the key overarching ideas of the subject. Hopefully their insights will form the basis for a future debate about the nature and role of messaging in science, art and philosophy.

Über die Rezeption dieses Ansatzes Siehe hier.

In einem Exkurs mit dem Titel "Über den Unterschied zwischen einem Idioten und einem Engel schrieb Peter Sloterdijk in seinem Buch "Sphären I" (Frankfurt a.M. Suhrkamp 1998, S. 479-485) Folgendes:


"Die klassische Christologie zeigt die Gesandten- und Botschaftsmetaphysik auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Sie gehört einer Welt- und Theoriesituation an, die durch das Dogma des starken Absenders charakterisiert ist. Ja vielleicht ist die diskursive Struktur, die wir Metaphysik zu nennen gewohnt waren, nur ein Reflex der Unterwerfung des Denkens unter die Vorstellung von einem Sein, das als absoluter Absender alle Throne, Mächte und Gewalten mitsamt ihren Ausflüssen an Zeichen und Vermittlern monopolisiert. In diesem unbedingten Absender-Sein konnten der Gott der Bibel und der Gott der Philosophen konvergieren.
Verständigt man sich für das weitere auf die Formel, daß die Neuzeit ein Informationsprozeß ist, der die Krise der Absender-Metaphysik erzwingt, so hält man auch schon das Mittel in der Hand, zu begreifen, wieso eine zeitsensible Theologie nach Gutenberg mit einer angeletischen (207)
Lehre vom Erlöser als Gesandten nicht mehr durchkommt. In der neuzeitlichen Vermehrung der Absender-Mächte und in der Boteninflation auf dem freien Nachrichtenmarkt kann ein Hyperbote vom Typus Erlösergott, vergegenwärtigt durch apostolische Vertreter, seine feudale Vorrangstellung nicht behaupten. Wer auf die Menschen in einem spezifischen Sinn befreiend einwirken möchte, darf in Zukunft nicht mehr so sehr ein Bote mi einer transzendentalen message sein, sondern muß als ein menschliches Wesen erscheinen, dessen unmittelbar auffälllige Andersheit in realer Gegenwart den Überbringer einer Botschaft von drüben vollständig ersetzt. Es bezeichnet Dostojewskijs religionsphilosophische Genialität, daß er die Chance, die Christologie vn der Angeletik auf die Idiotik umzustellen, als erster erkannt und bis zum äußersten durchdacht hat (208). Gerade weil die moderne Welt überfüllt ist vom Lärm der Machtpartei-Boten und vom Kunstgetöse der Genies, die auf ihre Werke und Wahnsysteme aufmerksam machen, läßt sich die religiöse Differenz nicht länger im Modus des Botschafterwesens überzeugend markieren. Nicht als Bote kann der präsente Gottmensch die Sterblichen erreichen, sondern nur noch als Idiot. Der Idiot ist ein Engel ohne Botschaft – ein distanzloser intimer Ergänzter aller zufällig begegnenden Wesen. Auch sein Auftritt ist erscheinungshaft, aber nicht, weil er im Diesseits einen transzendenten Glanz vergegenwärtigte, sondern weil er inmitten einer Gesellschaft von Rollenspielern und Ego-Strategen eine unerwartbare Naivität und ein entwaffnendes Wohlwollen verkörpert. Wenn er redet, dann niemals mit Autorität, sondern immer nur mit der Kraft seiner Offenheit. Obwohl ein Fürst der Abstammung nach, ist er ein Mensch ohne Statuszeichen – er gehört hierin vorbehaltlos der modernen Welt an, denn wenn zum Engel die Hierarchie gehört, dann zum Idioten der egalitäre Zug. (Engelhierarchien verstehen sich von selbst, während Idiotenhierarchien verblüffen.) er bewegt sich zwischen den Menschen der hohen und niederen Gesellschaft wie ein großes Kind, das es nie gelernt hat, den eigenen Vorteil zu berechnen." (S. 480)

207 Den Ausdruck "angeletisch" verdanken wir Rafael Capurro; zur Begriffsgeschichte von, angelia vgl. dessen Buch, Leben im Informationszeitalter, Berlin 1995, siebtes Kapitel "Genealogie der Information", S. 97-114.
208 Allenfalls Herman Melville könnte den Anspruch erheben, in seiner Erzählung Bartleby, publiziert 1856, die Wende von der Angeletik zur Idiotik antizipiert zu haben, die  Dostojewskijs Roman von 1868/69 dann spektakulär vollzieht.

In seiner Zeit als Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, wohnte Peter Sloterdijk in der Gartenstrasse, nicht weit von unserer Wohnung in der Redtenbacherstrasse.

Sloterdijk
Peter Sloterdijk

Ich fuhr öfters mit dem Fahrrad zum Training an seiner Wohnung im Erdgeschoss vorbei und wir führten oft gute Fenstergespräche.

In der Einleitung zu meinem Buch "Leben im Informationszeitalter" (Berlin: Akademie Verlag 1995, S. 12) schrieb ich:

Die Überhöhung des Informationszeitalters führt in die mythische Welt der uns übersteigenden künstlichen Intelligenz. Ich sehe in diesem technologischen Mythos die Besetzung eines theologischen Signifikanten, der ebenfalls eine entscheidende philosophisch-anthropologische Funktion erfüllt. Es ist erstaunlich, wie nahe die funktionalistische These über die Abtrennbarkeit der Intelligenz von ihrem materiellen Substrat der mittelalterlichen Vorstellung von getrennten Intelligenzen kommt."

Dreißig Jahre danach ist diese Debatte aktueller denn je.

Bill Viola

Abbildung auf dem Einband: Bill Viola: Video-Installation 1989 "The City of Man". Mit freundlicher Genehmigung des ZKM Karlsruhe, Museum für Gegenwartskunst. Foto: Kira Perov.


20. Ética de la información en Latinoamérica

Sería una inmensa tarea la de exponer las actividades en el campo de la Ética de la información (EI) en Latinoamérica que, en lo que me respecta, se encuentran documentadas en los sitios en castellano y portugués.

Aquí quiero simplemente contar algunas anécdotas de esta historia  que comienza hace un cuarto de siglo con una
contribución al 6º Congreso Nacional de Bibliotecología y Documentación, Bogotá, Colombia que tuvo lugar del 4 al 7 de julio del 2000 "Cultura digital e información en el próximo milenio" con el título "Perspectivas de una cultura digital en Latinoamérica" en el que hacía alusión el proyecto de la fundación
FUNREDES denominado MISTICA ("Metodología e Impacto Social de las Tecnologías de la Información y de la Comunicación en América) que tenía como objetivos el fortalecimiento de los actores sociales en lo que en este congreso llamamos una cultura digital así como la experimentación de una metodología para comunidades virtuales creada por Daniel Pimienta (República Dominicana) uno de sus proyectos en colaboración con UNESCO como el del Observatorio de la diversidad lingüística y cultural en la Internet (1996-2017)

Daniel Pimienta
Daniel Pimienta

Diez años mas tarde tuve el privilegio de co-organizar el primer Simpósio Brasileiro de Ética da Informação que tuvo lugar João Pessoa (Brasil) el 19 de marzo de 2010  siendo Gustavo Henrique de Araujo Freire el organizador y editdor de los proceedings: Ética da informação. Conceitos – Abordagens – Aplicações. João Pessoa 2010. En mi contribución: Desafíos téoricos y prácticos de la ética intercultural de la información escribía:

Las tecnologías de la información y la comunicación (TIC) son actualmente un fundamento de la vida diaria, los métodos científicos, los procesos industriales, las estructuras políticas y económicas y la cultura. Si bien esta transformación de las sociedades industriales del siglo XIX y XX en sociedades informatizadas se va dando a pasos acelerados esto no sucede igual en todos los sitios ni con los mismos objetivos y prioridades. Como todo gran invento tecnológico-cultural – pensemos en la escritura o la imprenta – la revolución digital tiene también una profunda influencia en las normas, principios y valores que subyacen a la vida social las cuales constituyen la moral o ethos cultural de toda sociedad humana. Cuando tienen lugar cambios tecnológico-culturales que atañen en particular a las estructuras, sistemas, instituciones y normas de información y comunicación de una sociedad se producen diversos tipos de crisis y cuestionamientos en el ethos que sustenta las relaciones sociales, cuyo motor es justamente la comunicación. Dicho ethos comunicacional se encuentra en parte codificado en forma de leyes nacionales así como de acuerdos y declaraciones internacionales con distinto tipo de obligatoriedad, ratificación legal y fundamentación teórica. Una crisis de las morales locales y globales como la que estamos viviendo desde hace unos años a raíz del desarrollo de las TIC lleva a corto o largo plazo a un cuestionamiento de dichas leyes así como de las estructuras políticas y sus fundamentos de legitimación.
 
Dicho cuestionamiento abre expectativas en vistas a cambios en las relaciones de poder, en especial con respecto a las exigencias y esperanzas de sociedades o grupos sociales oprimidos o marginados, y a nuevas formas de creatividad y de concebir y practicar mejores condiciones de vida común teniendo en cuenta singularidades históricas y culturales así como también interacciones menos violentas y destructoras del medio ambiente que las generadas por la sociedad industrial. Después de los horrores de las dos guerras mundiales – sin olvidar las guerras y los conflictos subsiguientes y los actuales – así como de los avances tecnológicos con impacto global como la energía atómica, la biotecnología, la nanotecnología y las TIC, la humanidad representada por las Naciones Unidas y otros organismos internacionales como el Consejo de Europa  se ha puesto a la búsqueda de principios y valores morales comunes como fue el caso, tempranamente, de la Declaración Universal de los Derechos Humanos y otras declaraciones subsiguientes especialmente en el campo de la biotecnología (Oviedo 1997, UNESCO 1997) y hace pocos años también en el ámbito de las TIC con la Declaración de Principios de la Cumbre Mundial de la Sociedad de la Información (WSIS 2003/2005).

Con el título de ética intercultural de la información (EII) me refiero a la relación entre normas morales universalizables o universalizadas y tradiciones morales locales. Un ejemplo de moral universalizada es la Declaración Universal de los Derechos Humanos que surge como respuesta a la catástrofe de la Segunda Guerra Mundial, pero que tiene raíces en el pensamiento del iluminismo, la Revolución Francesa, las constituciones republicanas etc.
 
La reflexión ética se mueve entre los polos de la universalización y la concreción en una situación singular. Discutir sobre, por ejemplo, el tema de la privacidad no es igual en una cultura que en otra y con un trasfondo histórico y cultural determinado, como lo expondré más adelante. Esto me parece evidente tanto a nivel individual como social.

Los últimos quince
años han sido revolucionarios para el desarrollo de la EI en Latinoamérica en general y en Brasil en particular siendo sus agentes en la teoría y práctica cada vez más originarios de esta región. Como ejemplo quisiera indicar un evento en 2021 con Arthur Bezerra y Marco Schneiner (Ibict, Rio de Janeiro) quienes han tomado a cargo recientemente el ICIE (International Center for Information Ethics) y constituyen junto con otros colegas como por ejemplo Gustavo Saldanha lo que yo llamo Escuela de Rio con un guiño a otras escuelas de pensamiento y acción como la Frankfurter Schule con la que tiene sus vínculos en la perspectiva social-crítica.


ibict 2021

iKrítika: estudos críticos em informação (ebook)

Arthur Coelho Bezerra, Marco Schneider,
Ricardo M. Pimenta, Gustavo S. Saldanha
2020


bezerra

La historia tiene sus comienzos en un simposio en Rio de Janerio en 2010 co-organizado por Gustavo Saldanha, Lena Vania (la directora del Ibict Rio de Janeiro) y Marco Schneider.

ibict2016

Gustavo Saldanha, Lena Vania, Marco Schneider


Recuerdo que Lena me invitó en  2014 a ir a Brasilia para discutir proyectos sobre EI en el Ibict de Río.

Os Candangos

Os Candangos de Bruno Giorgi (1905-1993), Brasilia 2014


brasilia kathedrale

Catedral Metropolitana de Nossa Senhora Aparecida  Brasilia, 2014

El vuelo de regreso fue por la tarde. Al aterrizar en el aeropuerto Santos Dumont Río se mostraba en todo su esplendor nocturno. Lena me dijo: "Ves aquella isla allá? Se llama Ilha Fiscal. Allí tuvo lugar el último baile del Imperio."


Del 9 al 11 de octubre 2023 tiene lugar el 4to. Encuentro ICIE (International Center for Information Ethics) América Latina y el Caribe y 1er. Simposio uruguayo de ética de la información y la comunicación. Montevideo, Universidad de la República, Facultad de Información y Comunicación (FIC). Este evento es organizado por el Dr. Mario Barité y colegas de la FIC en particular Maximiliano ('Maxi') Rodríguez, bibliotecólogo en la Biblioteca del Poder Legislativo y docente de EI en la FIC, con quien tuve el gusto de contribuir a un proyecto de apoyo a la biblioteca de la Escuela No. 230 "Benita Berro de Varela" en Puntas de Manga, Departamento de Montevideo.


roble digital

(de derecha a izquierda) Leandro Placeres, Eugenia Rodríguez, Rafael Capurro,
Judith Varela, Nicolás Acha, Vanina Inchausti y Maximiliano Rodríguez


logo nuevo roble

Escuela 2017

Annette Fiek de Capurro, co-fundadora de la Fundación Capurro Fiek

distincion 2017


escuela 230 lectura

Inauguración de la "Biblioteca Nuevo Roble" en Noviembre de 2015. FUENTE

Escuela 230 

VIDEO creado por el director de la escuela para el día de la inauguración.


Maximiliano y yo publicamos un artículo sobre las bibliotecas en Uruguay en relación con el proyecto digital "Plan Ceibal" con el título:
"Let the Orientales be as enlightened as they are brave". The Digital Divide in the Context of Uruguay's Public Schools en Education for Information  33/1, 2017 pp. 3-21 2017. Aquí el resumen:

In this paper we present two recent information literacy and access initiatives in Uruguay and their necessary historical antecedents, and analyze them from a phenomenological perspective to provide commentary on current philosophical discussions about information and the digital divide. To provide historical context we present a brief history of the creation of a public library, the national library and the public school during the period of independence wars in 19th-century Uruguay, and the legacy of educational reforms that followed, which are at the core of the cultural identity of Uruguay. We then analyze the ambivalent achievements of "Plan Ceibal," a state programme aimed at providing laptops to public schools, and a bottom-up project called "Biblioteca Nuevo Roble" (New Oak Library), a project run by students of the Institute of Information at Uruguay's State University that aims at the creation of a school library at Public School No. 230, located in a low-income quarter of Montevideo. The conclusion analyzes the role of libraries in improving access to education and information. The paper aims at a critical understanding of the digital divide by showing what remains hidden behind theoretical ambitions, dogmatisms, economic interests, and political projects. Information ethics is at the heart of phenomenology of information.

En 2017 tuvo lugar la presentación académica del libro "Culturas de información en la era digital":

Information Cultures

Editors: Matthew Kelly and Jared Bielby. Wiesbaden: Springer 2016
Thanks and Responses

Mario Barite

Dr. Mario Barité, docente del  INSTITUTO DE INFORMACIÓN y Director de la revista Informatio

Festschrift presentación

Pablo Melogno

Docente Pablo Melogno, Instituto de Información

Decana

Decana Dra. Gladys Ceretta, Facultad de Información y Comunicación


 Fernando Andacht

Prof. Tit. Fernando Andacht, Instituto de Comunicación


Fernando Flores

Prof. Dr. Fernando Flores Morador, Dep. of Arts and Cultural Sciences, Lund University, Suecia


así como un seminario de maestría sobre teorías de información (PowerPoint).

Estas actividades fueron la semilla del actual
Grupo Ética de la Información y la Comunicación (GETINCO) que desarrolla ya desde entonces una serie de acciones destinadas a fortalecer en la FIC, un espacio académico centrado en cuestiones éticas y deontológicas de las profesiones de la información y la comunicación. Por su integración, hasta el presente el trabajo se ha orientado primordialmente hacia el área de información, con la perspectiva de incorporar de forma sistemática a actores de la comunicación.

Entre las acciones cumplidas hasta el presente, se destacan: el desarrollo de cursos de grado optativos, con tres ediciones (2018, 2019, 2021); la propuesta de cursos de educación permanente, la primera de las cuales se formaliza en 2022; la promoción y producción de conocimiento, que derivó, por ejemplo, en la edición de un dossier temático internacional sobre EI, publicado en el volumen 26, no. 1, 2021, de la revista Informatio; la presentación a convocatorias, encontrándose en curso un proyecto de iniciación a la investigación financiado por la Comisión Sectorial de Investigación Científica (CSIC); y el apoyo a la realización de tesis de grado y posgrado. Existe en la actualidad una tesis de maestría en curso en la Maestría en Información y Comunicación de la Facultad de Información y Comunicación.





In 1988 I participated at the 18. World Congress of Philosophy held in Brighton where I had the opportunity to hear the speech "Men and Essences" by British Catholic, analytic philosopher Gertrude Elizabeth Margaret Anscombe (1919-2001) (Capurro 1989). She presented, as far as I can remember, the following proof of the existence of God. There are, she said, (mathematical) essences that can be expressed in a grammar. Our capacity to produce such essences is based on our intelligence, that is to say, on our capacity to learn a language. In oder to avoid a regressus ad infinitum we must consider that there are "intelligence or intelligences" that have created language without having received it from other beings and this is quod omnes dicunt esse deum
(what everybody calls God). Professor Anscombe questioned my interpretation in a personal dialogue. After half an hour or so ― she said several times: "please, don't interrupt me" ― she told me: "Why God? Haven't you ever heard about angels?" (Capurro 1989, 75). Well, of course, I had heard about angels having been a Jesuit for eight years (1963-1970).

Source: http://www.capurro.de/edmonton2019.html.
cfr. Der Kongress




Last update: September 4, 2023




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